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Pressemeldungen vom Tierheim Wesel

Geschwisterliebe kann so schön sein

Geschwisterliebe kann so schön sein

Drei Katzenkinder suchen ein gemeinsames Zuhause

Tierheim Wesel, 5. August 2019. Der letzte Sommer war heiß und eine harte Herausforderung für die wild lebenden Katzen in Wesel. Entsprechend viele Notfälle gab es im Tierheim, unter ihnen auch eine hochträchtige Fundkatze. Am 9. Juli 2018 brachte sie vier Jungtiere zur Welt. Ein Katzenbaby starb, seine drei Geschwister kämpften sich ins Leben. Wenig später verließ sie auch ihre Mutter; die liebevolle Katzenmama hatte einen tödlich verlaufenden Blasenverschluss.

Die schwierigen Startbedingungen für die Katzenkinder führten dazu, dass sich eng aneinander anschlossen. Die inzwischen einjährigen Geschwister spielen, kuscheln und schlafen zusammen und nehmen zum selben Zeitpunkt Kurs auf die Futterschüssel. So ist es für Tierheimleiterin Gabi Wettläufer keine Frage, dass die Drei nur gemeinsam vermittelt werden: „Bluebarry, Bisquit und Bob haben schon einiges in ihrem kurzen Leben durchgemacht, so dass wir sie keinesfalls trennen werden. Sie geben sich Halt und Geborgenheit, das dürfen und wollen wir nicht missachten. Wir hoffen nun sehr, dass wir Menschen finden, die unserem liebevollen Trio ein gutes und dauerhaftes Zuhause schenken.“

Bluebarry und Bisquit und ihr kastrierter Bruder Bob tragen wie - mittlerweile ein Großteil aller Katzen - das Coronavirus in sich. Um die Übertragung an gesunde Artgenossen auszuschließen, sollten die Drei nur gesicherten Freigang auf dem Balkon oder im Garten erhalten. Die schon sehr zutraulich gewordenen Geschwister haben keine gesundheitlichen Einbußen durch das Virus; sie sind temperamentvoll, agil und voller Unternehmungslust.  

Wer die drei Katzen kennenlernen möchte, ist herzlich zu den Öffnungszeiten im Tierheim (Träger Bundesverband Tierschutz e.V.) willkommen. Alle Infos auch unter www.tierheim-wesel.de

Ausnahmezustand im Tierheim

Ausnahmezustand im Tierheim

Hunde stürmen die Wasserbecken

Tierheim Wesel, 23. Juli 2019. Bis Donnerstag könnten die Temperaturen lokale Höchstwerte bis zu 40 Grad erreichen, prognostizieren Meteorologen. Aus den Hitzeperioden vergangener Sommer weiß das dem Bundesverband Tierschutz angehörende Tierheim Wesel, wie belastend extreme Wetterbedingungen für die Tiere sein können und trifft entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. So können sich die Hunde in aufgestellten Wasserbecken Abkühlung verschaffen.   

Sobald die Außenbereiche des Tierheims im Schatten liegen, können die Hunde abwechselnd in die Wasserbecken gehen. "Außerdem haben wir unsere Arbeitsschichten geändert", erklärt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. Die Frühschicht beginnt jetzt bereits um 6.00 Uhr morgens, damit die erste Gassirunde noch in der morgendlichen Kühle stattfinden kann. Die blauen Plastikmuscheln, in denen sich die Hunde so gerne aufhalten, wurden dem Tierheim von mehreren Privatleuten gespendet.

"Auch Katzenbabys tolerieren die hohen Temperaturen schlecht", sagt Gabi Wettläufer besorgt. Während im Hundebereich die Heizung im Sommer als Ventilator fungiert und für Abkühlung sorgt, sind die technischen Voraussetzungen dafür im Katzenwohnbereich nicht geschaffen. Zudem ist die Besatzdichte im Tierheim gerade sehr hoch: Über 100 Katzen werden derzeit im Tierheim versorgt.

"Interessenten für unsere Hunde sollten beachten, dass wir keine Spaziergänge in der Hitze befürworten. Stattdessen können sich die Leute mit den Hunden an den Wasserbecken beschäftigen", schlägt die Tierheimleiterin eine angenehme Möglichkeit der Kontaktaufnahme von Interessent zu Hund vor.  

Darüber hinaus appelliert sie an alle Hundehalter, ihre Tiere selbst nicht für kurze Zeit im Auto zurückzulassen. 

Schon Minuten in einem heiß werdenden Wagen können für Hunde zur tödlichen Falle werden. Der Grund: Hunde können nicht wie Menschen schwitzen, sondern hohe Außentemperaturen nur durch Hecheln ausgleichen. Allerdings nur bis 27 Grad. Darüber hinausgehende Temperaturen führen bei Hunden zum Wasserverlust und lassen das Blut eindicken - Kreislaufversagen und Tod sind die Folge.

Ebenfalls sollten Hunde nicht in Mittagshitze, drückender Schwüle oder an besonders heißen Tagen sportlich (Fahrrad, Joggen, Agility etc.) gefordert werden. "Spaziergänge am besten in den frühen Morgen oder Abend verlegen. Außerdem Wasser mitnehmen. Für Hunde gibt es spezielle Trinkflaschen mit einer kleinen Schale im Handel zu kaufen", rät die Tierheimleiterin.

Wer seinen Hund trotz hoher Außentemperaturen mitführen muss, sollte ihm jede Stunde Wasser vorsetzen und mit erhöhter Aufmerksamkeit auf drohende Anzeichen von Überhitzung achten. Diese zeigen sich u.a. so:

- Übermäßiges, schnelles Hecheln, Nervosität

- Benommenheit, Taumeln, Zusammenbrüche,

- Speicheln, Erbrechen, Durchfall.

Ob Sonnenstich, hierbei erwärmt sich das Gehirn infolge direkter Sonneneinstrahlung, oder Hitzschlag - die betroffenen Hunde müssen umgehend in schattige, kühle und gelüftete Bereiche gebracht werden. Feuchte Umschläge (oder Coolpacks) unter den Achseln und um die Beine bringen Erleichterung. "Ist der Hund nicht ansprechbar oder erholt er sich nicht binnen Minuten", so Gabi Wettläufer, "sollte umgehend die nächste Tierarztpraxis aufgesucht werden." Hunde, die innerhalb von 90 Minuten nach einem Hitzschlag behandelt werden, haben eine höhere Überlebenschance, so die Erfahrung von Tierärzten.

Bestimmte Voraussetzungen führen dazu, dass Hunde Hitze und Schwüle sogar noch schlechter vertragen. Dazu gehören u.a.:

- Alter, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht

- dickes Fell, starke Unterwolle  (gegebenenfalls den Hund scheren lassen)

- kurznasige Rassen wie Boxer und Möpse etc.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zum Träger des Tierheims, dem Bundesverband Tierschutz e.V., auf oder wenden Sie sich direkt an das Tierheim Wesel.

Achtung: Die Zeiten für die "Gassigänger" wurden aufgrund der zu erwartenden Temperaturen in die Morgenstunden verlegt. Ab 9.00 Uhr können Ehrenamtliche mit "ihren Hunden" laufen. Voraussetzung für alle potentiellen Hundespaziergänger ist ein Sachkundenachweis.

Alle Infos finden Sie auf www.bv-tierschutz.de und www.tierheim-wesel.de  

 

 

Die Katze in der Couch

Die Katze in der Couch

Tierheim Wesel stößt bei der Katzenaufnahme an seine Kapazitätsgrenze

Tierheim Wesel, 5. Juli 2019. Als die neuen Eigentümer das Haus betreten, stoßen sie in einem der Räume auf ein Sofa – und tief in seinem Inneren auf eine alte Katze. Sie hat sich ein Loch in die Polster „gegraben“ und blickt nun mit großen Augen in die fremden Gesichter.

Die Katze gehörte einem alten Ehepaar. Durch eine Katzenklappe konnte die Freigängerin das Haus betreten, wann immer sie wollte. Und diese Gewohnheit behielt sie offenbar auch bei, als ihre Bezugspersonen verstarben und das Haus von den Angehörigen zum Verkauf angeboten wurde. Erst als die neuen Eigentümer ihr gerade erworbenes Haus in Augenschein nehmen und die Katze ihrem Polsterversteck entdecken, wird ihnen klar, dass das Tier in den stillen, verlassenen Räumen über längere Zeit alleine gelebt haben muss.    

Seit Dienstagabend ist die Überlebenskünstlerin nun im Tierheim Wesel. Dort stellt man erleichtert fest, dass sie gut genährt ist, weil sie auf ihren Streifzügen durch die Gärten auf Mäusejagd gehen konnte. Die Blutungen aus einem Fellknubbel, die auch den Findern schon auffielen, werden gestillt und tiermedizinisch abgeklärt. Der ca. 13 Jahre alten Katze geht es den Umständen entsprechend gut; schön wäre, wenn sie schnell ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause mit Möglichkeit zum Freigang finden würde.

Über 100 Katzen versorgt das Tierheim Wesel derzeit, darunter viele Jungkatzen und Babys. Die wenigen Tage alten Tiere werden grundsätzlich nicht im Tierheim versorgt, sondern von den Mitarbeitern mit sehr viel Pflegeaufwand in den eigenen vier Wänden betreut. Erst wenn die Katzenbabys einen bestimmten Fütterungsstand und damit gesundheitliche Stabilität erreicht haben, dürfen sie in das Tierheim mit seinen artgerecht gestalteten Katzenzimmern mit Kratzbäumen und Spielmöglichkeiten umziehen.

Das Tierheim Wesel freut sich über jede Katze, die gut vermittelt wird und so den Platz für einen neuen Notfall frei macht. Denn die nächste Geburtswelle wild lebender Katzen steht bereits im Spätsommer an. Schon jetzt stößt das Tierheim mit seinen Aufnahmekapazitäten an seine Grenzen und ist dringend auf die Bereitschaft von Tierfreunden angewiesen, die einer oder mehreren Katzen ein schönes Zuhause schenken möchten.  

Ab 8. Juli erreichen Sie das Tierheim zu den gewohnten Öffnungszeiten. Weil am 7. Juli das große Straßenfest an der Lackfabrik stattfindet, ist das Tierheim aufgrund der Vorbereitungen für die Veranstaltung bis einschließlich Samstag, 6. Juli, für Besucher geschlossen. Alle Infos unter www.tierheim-wesel.de

       

Wie Menschen sich um Tierheimhunde bemühen

Wie Menschen sich um Tierheimhunde bemühen

Drei Listenhunde auf dem Weg in ein neues Leben

Tierheim Wesel, 17. Juni 2019. In diesen Tagen ziehen drei Hunde aus dem Tierheim in ihre neuen Familien, die es durch die landeseigenen Auflagen besonders schwer bei der Vermittlung haben: Sunny, Pablo und Fluffy sind sogenannte Listenhunde, für die Halter einen Sachkundenachweis brauchen, höhere Hundesteuern zahlen – und wenn sie ihren Tieren ein artgerechtes Hundeleben ohne Maulkorb ermöglichen wollen, auch einen Wesenstest durchführen lassen müssen.

Die drei Listenhunde haben ihren Wesenstest, den das Veterinäramt Wesel am 12. Juni durchführte, mit Bravour bestanden. Souverän ließen die American Staffordshire Terrierhündin Sunny, der Cane Corso-Mischling Pablo und Bulldog-Mix Fluffy alle aufreizenden Situationen, wie Lärm, Hektik, viele Menschen, Fahrräder, Autos, Skateboarder und fremde Hunde, an sich vorbeiziehen. Sie hielten den gewünschten Kontakt zu ihren Bezugspersonen, blieben ruhig, in jeder Minute beherrsch- und abrufbarbar.

Die einjährige Staffhündin Sunny war die erste, die ihr Köfferchen packen konnte. Sie lebt jetzt bei  Familie Bögner-Sandten in Moers in einem Mehrgenerationenhaushalt und hat sich schon am zweiten Tag so verhalten, als sei sie niemals woanders gewesen, berichtet die neue Besitzerin glücklich.

Auch Tierheimleiterin Gabi Wettläufer freut sich sehr über die drei Vermittlungen und hofft, dass sie Vorbildcharakter haben: „Für Listenhunde ist es oft kaum möglich, ein neues Zuhause zu finden“, bedauert sie. Die Auflagen der Behörden (Sachkundenachweis, polizeiliches Führungszeugnis, Zustimmung des Vermieters, höhere Hundesteuer) sind hoch; selbst Hundefreunde sind oft nicht in der Lage, diese Voraussetzungen zu erfüllen. Sei es, weil der Vermieter die Haltung eines Listenhundes ablehnt oder die finanziellen Möglichkeiten fehlen, die höheren Hundesteuern zu tragen.

„Die Interessenten von Sunny, Pablo und Fluffy haben sich alle unglaublich um ihren jeweiligen Hund bemüht“, sagt Gabi Wettläufer mit Blick auf die engagierte Übungszeit vor dem Wesenstest und die nötigen Behördengänge. „Es ist wunderbar, wenn Menschen sich so engagieren, um einem Hund einen Platz in ihrer Mitte zu geben“. Die Besitzer der drei ehemaligen Tierheimhunde wollen auch künftig den Kontakt halten; ihre Hunde sind nämlich zu engen Freunden geworden. 

Im Tierheim Wesel gibt es noch weitere Hunde, die aufgrund ihrer Vergangenheit oder der Einstufung als Listenhund schwer vermittelbar sind. „Wenn Sie bereit sind, Verantwortung für einen Hund zu übernehmen, der nicht auf der Glücksseite des Lebens geboren ist, aber dennoch alle Voraussetzungen mitbringt, ein großartiges Familienmitglied zu werden, dann kommen Sie zu den Öffnungszeiten Tierheim“, bittet Gabi Wettläufer.

Bestellen wie aus dem Katalog

Bestellen wie aus dem Katalog

Tierheim Wesel warnt vor Tiervermittlung über das Internet

Tierheim Wesel, 6. März 2019. Sie heißen Kimba, Lu und Sena und teilen das Schicksal unzähliger Tiere, die über das Internet verkauft werden sollten und schließlich doch im Tierheim landen. Weil sich zwischen Hund und Halter keine Zuneigung entwickelte, das Tier nicht den „Erwartungen“ entsprach oder plötzlich eine Tierhaarallergie auftrat.

„Wer ein Tier aufnehmen möchte oder für Hund, Katze oder Kleintier ein neues Zuhause sucht, sollte dies niemals über eine online-Handelsplattform machen“, sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer mit Blick auf ebay-Kleinanzeigen. Über diesen virtuellen Mark werden, neben vielen anderen Umschlagplätzen hunderttausende Tiere im Jahr angeboten. Oft stecken hinter den Verkäufern Tierhändler, die Welpen, kleine Katzen und andere Tiere fotografisch so geschickt in Szene setzen, dass sich die Betrachter vorschnell zum Spontankauf entschließen. Mit oft üblen Folgen für die Tiere: Denn je unüberlegter die Anschaffung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Tierhaltung scheitert.

„Alle Aspekte, die eine verantwortungsvolle Vermittlung oder einen seriösen Kauf begleiten, können bei den Online-Geschäften umgangen werden“, warnt die Tierheimleiterin. „Oft verlassen sich die Leute auf ein schönes Foto und die knappen Angaben zum Tier und erleben dann, wie aus dem vermeintlichen Boxerwelpen plötzlich ein Old English Bulldog wird“, erinnert sich Gabi Wettläufer an einen zurückliegenden Fall. Weil für den Old English Bulldog in NRW neben der Sachkunde ein Herkundenachweis erforderlich ist, den die Besitzer nicht hatten, kam der Rüde ins Tierheim Wesel.

„Wer ein Tier bei sich aufnimmt, muss die Menschen kennenlernen, bei denen es vorher gelebt hat und sich das ehemalige Umfeld anschauen“, so die Tierheimleiterin. Nur wenn die bisherigen Halter den Interessenten die Möglichkeit geben, sich mit dem Tier durch bestenfalls mehrere Besuche vertraut zu machen, besteht die Chance, dass sich langsam Vertrauen aufbauen kann.

Die sieben Jahre alte Schäfermischlingshündin Sena sollte aus familiären Gründen über das Internet ein neues Zuhause finden, doch der Versuch scheiterte. Sena akzeptierte die fremden Menschen nicht und wurde schließlich im Februar im Tierheim Wesel abgegeben. So auch die Katzen Komba und Lu. Die Familie hatte auf ebay-Kleinanzeigen das ansprechende Foto gesehen und die Tiere zu sich geholt. Nach nur 14 Tagen mussten die beiden wegen einer Tierhaarallergie der Mutter wieder ausziehen.

Wie Sena warten Kimba und Lu jetzt auf Menschen, die sich nicht per Mausklick ein Lebewesen ins Haus holen, sondern sich die Zuneigung zum Tier erarbeiten wollen. Es kennenlernen, mit ihm spielen, spazieren gehen, es streicheln, mit ihm kommunizieren…“und genau das erwarten wir von den künftigen Besitzern unserer Tiere“, sagt die Tierheimleiterin. „Ehrliches Interesse, die Bereitschaft, sich mit dem Tier vertraut zu machen und durch den steten Vertrauensaufbau dafür zu sorgen, dass die Vermittlung erfolgreich verläuft.“

Wer Sena und die anderen Tiere besuchen möchte, kann dies gerne zu den Öffnungszeiten des Tierheims (täglich 16.00-18.00 Uhr, außer mittwochs) tun oder jederzeit im Internet unter www.tierheim-wesel.de

Helfen macht gute Laune, schafft ein neues Wir-Gefühl und lässt Energie fließen.

Helfen macht gute Laune, schafft ein neues Wir-Gefühl und lässt Energie fließen.

Freundeskreis , 6. Februar 2019

Nachdem die "Praktiker" des neu gegründeten Freundeskreises des Tierheims Wesel bereits am 30. Januar zusammenkamen, um ihre Arbeitskraft in den Dienst der Tiere zu stellen, war auch eine Woche später die Resonanz bei der Versammlung der "Organisatoren" im Tierheim erstaunlicherweise groß. 
Die zahlreichen engagierten Personen eint das Ziel, Positives für die Tiere und das Tierheim zu erreichen.

Beim Organisatorentreffen war der Wille zur tatkräftigen Unterstützung offensichtlich.
Das ist auch nötig, denn es wartet ein großes Aufgabengebiet auf die Freundeskreismitglieder.
Tierheimleiterin Gabi Wettläufer informiert die Tierheimfreunde über bereits feststehende Termine für Veranstaltungen, die zum einen Tradition haben oder aber auch Aktionen, die dem Tierheim angetragen wurden. So bieten z. B. "Die Andersartigen" (Zauberer) an, einen Abend zugunsten des Tierheims zu gestalten. Auch ein Raum ist dafür schon gefunden, so dass diesem Vorhaben nichts mehr im Wege steht.

Ob Lesung, Hundetrödel, Vereinsfest in Wesel, Feierabendmarkt oder Tierheimfeste, überall wird die Hilfe der Tierfreunde benötigt. Tierheimleiterin Gabi Wettläufer machte sofort Nägel mit Köpfen und hielt die tatkräftigen Helfer namentlich fest.
Auch sonst sprudelten die Ideen für die gute Sache: Eine Fahrradtour mit dem ADFC gekoppelt mit dem Straßenfest, Spendendosen beim "Eselrock", Werbeprodukte mit Tierheimlogo... usw.

Regelmäßige Trödel- und Spaziergängercafes können erst dann verwirklicht werden, wenn das Tierheimzelt durch eine feste Unterkunft ersetzt worden ist.
Hier hätte die Gemeinde Schermbeck die Möglichkeit zu helfen. 

Die Tierfreunde werden sich in einer neu gegründeten "WhatsApp"-Gruppe konstruktiv austauschen und weiterhin kreativen Ideen entstehen lassen, um sie in die Tat umzusetzen.

Gartenbau Melskotte hilft Tierheim Wesel

Gartenbau Melskotte hilft Tierheim Wesel

Unternehmer engagieren sich im Tierschutz

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 20. November 2018. „Suchen Sie sich die Fliesen aus“, sagte Max Melskotte und zeigte der Tierheimleiterin seine mitgebrachten Muster. Gabi Wettläufer entschied sich für einen Grauton, der nun in Kürze in den Katzengehegen verlegt wird.

Der Unternehmer spendet nicht nur die Fliesen, sondern Fugen und Kleber und wird, wenn nötig, auch bei der Verlegung behilflich sein. Für das Tierheim ist die Unterstützung von Gartenbau Melskotte aus Wesel ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Denn dieses Jahr stellte das Tierheim vor besonders große Herausforderungen.

„Wir hatten zeitweise bis zu 90 Katzen zu versorgen“, sagt Gabi Wettläufer, „von denen ein Großteil krank war und sich in dem langen heißen Sommer sehr nur zögernd erholte.“ Entsprechend spät waren die Katzen vermittlungsbereit und mussten noch im Tierheim betreut werden, als im Frühherbst schon die zweite große Wurfwelle von Katzen anstand.

Und so verursachten die kleinen Patienten indirekt eine doppelte finanzielle Belastung – durch die hohen Tierarztkosten und die ausbleibenden Vermittlungsgebühren. Hinzu kam, dass auch die Hunde aufgrund verschiedener Umstände – schlechte Erfahrungen bei Vorbesitzern, das zu ängstlichem, misstrauischem Verhalten führte, Krankheit und anstehende Operationen – kaum Interessenten hatten.

Für den Unternehmer Max Melskotte und seine Lebensgefährtin stellte die Erkrankung von Rocky indes keinen Grund dar, den Hund nicht bei sich aufzunehmen – im Gegenteil: Das Paar aus Wesel kam fünf Wochen lang ins Tierheim, um mit dem zehn Jahre alten Appenzellerrüden spazieren zu gehen und von Tag zu Tag zu erleben, wie Rocky sich mehr über seine künftigen Besitzer freute. Beide wissen, dass der Rüde eine große Geschwulst im Analdrüsenbereich hatte, die leider bösartig war und unter Umständen ähnlich in der Leber oder im Becken auftauchen könnte.

Doch Max Melskotte und seine Lebensgefährtin sind zuversichtlich, dass Rocky gesundheitlich stabil bleiben wird, weil er rund herum glücklich in seinem neuen Zuhause ist. Ein liebevolles Umfeld trägt sehr dazu bei, eine Erkrankung zu überwinden, das gilt für Tiere gleichermaßen wie für Menschen.

Auf seine großzügige Unterstützung angesprochen, erklärt der Unternehmer: „Es ist eine Selbstverständlichkeit für mich zu helfen, wenn ich sehe, dass Hilfe benötigt wird.“ In den fünf Wochen seines täglichen Besuches im Tierheim haben er und seine Freundin gesehen, was dort geleistet wird.

„Das Tierheim“, sagt er, „ist immens wichtig für die Region. Hier werden Tiere nicht nur versorgt und tierärztlich betreut, sondern auch mit all ihren – oft schwierigen –  Vorerfahrungen aufgefangen und so mit ihnen gearbeitet, dass sie die Chance auf ein neues Zuhause bekommen. Das ist eine Leistung, die von der Gesellschaft noch viel mehr gewertet werden sollte.“    

 

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Igel in großer Not

Pressemeldung

Alle Igel-Pflegestellen in Wesel haben aufgegeben!

Tierheim Wesel, 8. Oktober 2018. Das Tierheim Wesel kriegt seit Tagen Anrufe besorgter Bürger. Sie haben Igel gefunden, die so klein und leicht sind, dass sie den Winter nicht überleben werden. Das Problem: In Wesel haben die offiziellen Igel-Pflegestellen, die im letzten Jahr bis zu 80 Igel aufgenommen hatten, aufgegeben. „Das ist kein Wunder“, kritisiert Gabi Wettläufer. „Denn die Pflegestellen sind im Stich gelassen worden und fühlten sich überfordert.“

Die Leiterin des Tierheims Wesel rechnet vor, wie die Versorgung von Igeln zu Buche schlägt: „Igel fressen ca. zwei Schälchen Igel- oder Katzenfutter am Tag. Sie können erst dann wieder ausgewildert werden, wenn es keinen Frost mehr gibt, also frühestens im April. Wenn die Pflegestellen bis zu 80 Igel gleichzeitig durch den Winter bringen mussten, geht das in die Hunderte bis Tausende. Hinzu kommen Wurm- und Flohmittel sowie mindestens eine Konsultation beim Tierarzt. Welche private Pflegestelle kann die Aufwendungen in solcher Höhe über Jahre leisten?“

Das Tierheim darf keine Wildtiere aufnehmen, kann aus Tierschutzerwägungen die Igel aber auch nicht draußen verhungern lassen. Acht Igel werden im Tierheim gerade aufgepäppelt, die zwei Pflegestellen sind schon jetzt überfüllt.  Das Tierheimteam bemüht sich um Unterstützung aus der Bevölkerung. Grundsätzlich gilt: Wenn Igel jetzt unter 200 Gramm wiegen, werden sie nicht mehr genügend Fett ansetzen, um den Winter zu überstehen. Mitte Oktober sollten sie um 300 Gramm wiegen, Ende des Monats um 500 Gramm.

„Wer hat die Möglichkeit, wenigstens einen Igel bei sich überwintern zu lassen?“, fragt Gabi Wettläufer eindringlich. Wie lange ein Igel gefüttert werden muss, bis er in den Winterschlaf geht, wie sein Schlafquartier beschaffen sein muss und welche Umgebungstemperaturen herrschen sollten, ist auf vom Verein Pro Igel auf der Seite www.pro-igel.de zusammengestellt worden.

Die Tierheimleiterin will kommende Woche mit dem Kreisveterinäramt besprechen, wie es sich zur aktuellen Notlage der Igel stellt und welche Lösungen gefunden werden können.

 

 

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Wer kennt diese fünf ausgesetzten Hunde?

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 3. Juli. Samstagfrüh kam die Polizei ins Tierheim Wesel und brachte eine Hündin, die in Schermbeck im Bereich des Wachtenbringer Wegs tot aufgefunden worden war. Wenig später wurde ein Welpe im Tierheim abgegeben, der ebenfalls in der Nähe des Wachtenbringer Wegs aufgegriffen wurde. "Der Welpe ist sehr in schlechten Gesundheitszustand", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Er hat Räude, Demodexmilben, ist sehr ängstlich und fürchtet die Menschen." Ob der Kleine mit der toten, ca. 5-7 Jahre alten Hündin in Verbindung gebracht werden kann, ist noch offen.

Dann einen Tag später der nächste Fund: Wieder werden zwei ausgesetzte Hunde im Raum Schermbeck eingefangen, auch sie leiden wie der Welpe unter dem selben Parasitenbefall. "Bei diesen beiden Hunden fällt besonders auf, dass sie die Sonne meiden und vor Menschen davonlaufen", schildert die Tierheimleiterin das Verhalten der ängstlichen Tiere. Und nun heute früh, 3. Juli, wieder ein herrenloser Junghund, der durch Schermbeck irrte. "Hinter Schermbeck gibt es nur Felder und Wälder", so Gabi Wettläufer. "Wenn hier jemand mehrere Hunde ausgesetzt hat, dann findet sie niemand." Dass die fünf Tiere gefunden werden konnten, ist einzig Glücksfällen zu verdanken: Einer fiel in einen Schacht, ohne sich zu verletzen, einer floh in eine Gartenlaube oder ein anderer versteckte sich in einem Garten, den die umsichtigen Eigentümer sofort verschlossen.

Das Tierheim Wesel bittet nun ganz dringend um Mithilfe. Wer kennt diese Hunde, die sich vom Gesichtsschnitt und Aussehen alle ähneln? "Möglicherweise handelt es sich um eine private Zucht unter katastrophalen Haltungsbedingungen", sagt die Tierheimleiterin mit Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand aller aufgefundenen Hunde. Keiner trägt einen Chip oder ist tätowiert. "Vielleicht weiß jemand von einer kleinen Hundezucht oder erinnert sich, diese Hunde irgendwo oder mit irgendwem schon einmal gesehen zu haben?"

Gabi Wettläufer ist überaus besorgt: "Es ist offensichtlich, dass all diese Hunde sehr schlecht gehalten und auch möglicherweise auch behandelt wurden. Was ist, wenn weitere Hunde leiden, ohne dass es jemand mitbekommt, weil sie im Schuppen, Keller oder auf dem Dach versteckt gehalten werden? Oder wurden noch mehr hilflose Hunde hinter Schermbeck ausgesetzt?"

Die tierärztliche Behandlung der Hunde hat begonnen, darüber hinaus müssen die Hunde aufgrund des fehlenden Impfschutzes in Quarantäne. "Dazu können wir nur provisorisch den Bereich der Kleintiere nutzen und ihn für Besucher am Wochenende sperren." Am 8. Juli feiert das Tierheim sein großes Sommerfest ab 12 Uhr.   

Wer Hinweise zu den fünf ausgesetzten Hunden machen kann, meldet sich bitte im Tierheim Wesel. Telefon: 0281 - 566 99 und info@tierheim-wesel.de.  

     

 





An der Lackfabrik 4     46485 Wesel     Telefon: 0281-56699     info@tierheim-wesel.de

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