Datenschutz Impressum

Pressemeldungen vom Tierheim Wesel

Bestellen wie aus dem Katalog

Bestellen wie aus dem Katalog

Tierheim Wesel warnt vor Tiervermittlung über das Internet

Tierheim Wesel, 6. März 2019. Sie heißen Kimba, Lu und Sena und teilen das Schicksal unzähliger Tiere, die über das Internet verkauft werden sollten und schließlich doch im Tierheim landen. Weil sich zwischen Hund und Halter keine Zuneigung entwickelte, das Tier nicht den „Erwartungen“ entsprach oder plötzlich eine Tierhaarallergie auftrat.

„Wer ein Tier aufnehmen möchte oder für Hund, Katze oder Kleintier ein neues Zuhause sucht, sollte dies niemals über eine online-Handelsplattform machen“, sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer mit Blick auf ebay-Kleinanzeigen. Über diesen virtuellen Mark werden, neben vielen anderen Umschlagplätzen hunderttausende Tiere im Jahr angeboten. Oft stecken hinter den Verkäufern Tierhändler, die Welpen, kleine Katzen und andere Tiere fotografisch so geschickt in Szene setzen, dass sich die Betrachter vorschnell zum Spontankauf entschließen. Mit oft üblen Folgen für die Tiere: Denn je unüberlegter die Anschaffung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Tierhaltung scheitert.

„Alle Aspekte, die eine verantwortungsvolle Vermittlung oder einen seriösen Kauf begleiten, können bei den Online-Geschäften umgangen werden“, warnt die Tierheimleiterin. „Oft verlassen sich die Leute auf ein schönes Foto und die knappen Angaben zum Tier und erleben dann, wie aus dem vermeintlichen Boxerwelpen plötzlich ein Old English Bulldog wird“, erinnert sich Gabi Wettläufer an einen zurückliegenden Fall. Weil für den Old English Bulldog in NRW neben der Sachkunde ein Herkundenachweis erforderlich ist, den die Besitzer nicht hatten, kam der Rüde ins Tierheim Wesel.

„Wer ein Tier bei sich aufnimmt, muss die Menschen kennenlernen, bei denen es vorher gelebt hat und sich das ehemalige Umfeld anschauen“, so die Tierheimleiterin. Nur wenn die bisherigen Halter den Interessenten die Möglichkeit geben, sich mit dem Tier durch bestenfalls mehrere Besuche vertraut zu machen, besteht die Chance, dass sich langsam Vertrauen aufbauen kann.

Die sieben Jahre alte Schäfermischlingshündin Sena sollte aus familiären Gründen über das Internet ein neues Zuhause finden, doch der Versuch scheiterte. Sena akzeptierte die fremden Menschen nicht und wurde schließlich im Februar im Tierheim Wesel abgegeben. So auch die Katzen Komba und Lu. Die Familie hatte auf ebay-Kleinanzeigen das ansprechende Foto gesehen und die Tiere zu sich geholt. Nach nur 14 Tagen mussten die beiden wegen einer Tierhaarallergie der Mutter wieder ausziehen.

Wie Sena warten Kimba und Lu jetzt auf Menschen, die sich nicht per Mausklick ein Lebewesen ins Haus holen, sondern sich die Zuneigung zum Tier erarbeiten wollen. Es kennenlernen, mit ihm spielen, spazieren gehen, es streicheln, mit ihm kommunizieren…“und genau das erwarten wir von den künftigen Besitzern unserer Tiere“, sagt die Tierheimleiterin. „Ehrliches Interesse, die Bereitschaft, sich mit dem Tier vertraut zu machen und durch den steten Vertrauensaufbau dafür zu sorgen, dass die Vermittlung erfolgreich verläuft.“

Wer Sena und die anderen Tiere besuchen möchte, kann dies gerne zu den Öffnungszeiten des Tierheims (täglich 16.00-18.00 Uhr, außer mittwochs) tun oder jederzeit im Internet unter www.tierheim-wesel.de

Helfen macht gute Laune, schafft ein neues Wir-Gefühl und lässt Energie fließen.

Helfen macht gute Laune, schafft ein neues Wir-Gefühl und lässt Energie fließen.

Freundeskreis , 6. Februar 2019

Nachdem die "Praktiker" des neu gegründeten Freundeskreises des Tierheims Wesel bereits am 30. Januar zusammenkamen, um ihre Arbeitskraft in den Dienst der Tiere zu stellen, war auch eine Woche später die Resonanz bei der Versammlung der "Organisatoren" im Tierheim erstaunlicherweise groß. 
Die zahlreichen engagierten Personen eint das Ziel, Positives für die Tiere und das Tierheim zu erreichen.

Beim Organisatorentreffen war der Wille zur tatkräftigen Unterstützung offensichtlich.
Das ist auch nötig, denn es wartet ein großes Aufgabengebiet auf die Freundeskreismitglieder.
Tierheimleiterin Gabi Wettläufer informiert die Tierheimfreunde über bereits feststehende Termine für Veranstaltungen, die zum einen Tradition haben oder aber auch Aktionen, die dem Tierheim angetragen wurden. So bieten z. B. "Die Andersartigen" (Zauberer) an, einen Abend zugunsten des Tierheims zu gestalten. Auch ein Raum ist dafür schon gefunden, so dass diesem Vorhaben nichts mehr im Wege steht.

Ob Lesung, Hundetrödel, Vereinsfest in Wesel, Feierabendmarkt oder Tierheimfeste, überall wird die Hilfe der Tierfreunde benötigt. Tierheimleiterin Gabi Wettläufer machte sofort Nägel mit Köpfen und hielt die tatkräftigen Helfer namentlich fest.
Auch sonst sprudelten die Ideen für die gute Sache: Eine Fahrradtour mit dem ADFC gekoppelt mit dem Straßenfest, Spendendosen beim "Eselrock", Werbeprodukte mit Tierheimlogo... usw.

Regelmäßige Trödel- und Spaziergängercafes können erst dann verwirklicht werden, wenn das Tierheimzelt durch eine feste Unterkunft ersetzt worden ist.
Hier hätte die Gemeinde Schermbeck die Möglichkeit zu helfen. 

Die Tierfreunde werden sich in einer neu gegründeten "WhatsApp"-Gruppe konstruktiv austauschen und weiterhin kreativen Ideen entstehen lassen, um sie in die Tat umzusetzen.

Wie wird man Mitglied im Freundeskreis?

Wie wird man Mitglied im Freundeskreis?

Tierheim Wesel beruft Versammlung am 9. Januar 2019 im Kolpinghaus ein

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 28. Dezember 2018. Nach den Zeitungsartikeln über die angespannte Finanzlage des Tierheims steht heute, einen Tag später, das Telefon im Tierheim nicht mehr still. Viele wollen helfen und dem neu gegründeten Freundeskreis des Tierheims beitreten oder anderweitige Unterstützung leisten. 

Weil die Anrufer so viele Fragen zum Freundeskreis haben, hat Tierheimleiterin Gabi Wettläufer eine Versammlung für alle Interessierten kurz nach Neujahr organisiert. Der Termin: Mittwoch, 9. Januar 2019, um 19.00 Uhr im Kolpinghaus, Am Nordglacis 43 in 46483 Wesel.

An diesem Abend wird außer der Tierheimleiterin auch der Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V., Dr. Jörg Styrie, anwesend sein. Dem BVT gehört das Tierheim in Wesel. Das Kolpinghaus stellt dem Tierheim den Raum kostenlos zur Verfügung, herzlichen Dank dafür!

Anmeldungen sind nicht erforderlich. Der Raum bietet Platz für bis zu 100 Personen. Infos und Kontakt zum Tierheim unter www.tierheim-wesel.de

 

Silvester - Stress für Haus- und Wildtiere

Silvester - Stress für Haus- und Wildtiere

Verzichten Sie den Tieren zuliebe auf Böller & Co

Berlin, 27.12.2018: Rund 100 Millionen Euro geben die Bundesbürger jährlich für Feuerwerksartikel aus - und versetzen damit Haus- und Wildtiere in Angst und Schrecken. 

Den offiziellen Verkauf von Feuerwerkskörpern fürchten  viele Tierhalter, weil ihnen das panische Verhalten ihrer Hunde und Katzen aus den vergangenen Jahren noch zu gut in Erinnerung ist. Gerade Hunde reagieren auf die schussähnlichen Geräusche mit gesteigerter Ängstlichkeit und sichtbarem Stress: Sie beben, zittern, hecheln schwer und sind geneigt, bei jedem neuen Knall, die Flucht zu ergreifen.  

Aber nicht nur Haustiere erleben den lauten Jahreswechsel als höchste Belastung, sondern auch Wildtiere. Aus diesem Grund appelliert das Tierheim Wesel an die Bürger, keinesfalls  in Wald- und Naturschutzgebieten sowie in der Nähe von privaten oder landwirtschaftlichen Tierhaltungen Böller und Raketen zu zünden. Dasselbe gilt natürlich für Zoos, Tierparks,  Wildparks und Reitställe. 

Tierhalter sollte in den kommenden Tagen alle Örtlichkeiten meiden, an denen  erfahrungsgemäß viel geknallt wird, empfiehlt das Tierheim. Selbst wenn sich Hunde durch das Zünden von Silvesterartikeln nicht beunruhigt zeigen, sollten sie niemals bei dem Spektakel anwesend sein. Die Gefahr der Verbrennung und Verletzung sei sehr hoch, gleichfalls von irreparablen Gehörschäden.

Wer mit Haustieren lebt, sollte sie gerade am 31. Dezember nicht alleine lassen. So können die Besitzer im Notfall beruhigend auf ihr Tier einwirken oder entsprechende Maßnahmen ergreifen, die mit einem Tierarzt abgesprochen wurden. Für sehr furchtsame Tiere empfehlen sich Beruhigungsmittel, in leichteren Fällen auch homöopathische Mittel, die in der Regel schon mehrere Tage zuvor eingesetzt werden.

 

 

 

 

„Hundeführerschein“ für Gassigänger im Tierheim Wesel

„Hundeführerschein“ für Gassigänger im Tierheim Wesel

Ab Januar professionelles Hundetraining mit Daniel Patino

19. Dezember 2018. Daniel Patino aus Dinslaken ist zertifizierter Hundetrainer und wird ab Januar das Tierheim Wesel durch professionelle Schulungen ehrenamtlich unterstützen. Sein Angebot richtet sich vorerst an die „Gassigänger“, also an Menschen, die  mit Tierheimhunden spazieren gehen.

Das Training, untergliedert in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wird mit einer Prüfung abschließen.

„Was muss ich tun, wenn mir Kinder entgegenkommen? Lasse ich den Hund bei Fuß gehen, lenke ich ab oder bestätige – wann? – sein positives Verhalten durch eine Belohnung?“ Das sind Alltagssituationen, die jedem Hundehalter bekannt sein dürften. Doch nicht selten entwickeln ursprünglich harmlose Situationen eine Eigendynamik, sei es, weil der Mensch am Ende der Leine abgelenkt war oder der Hund sich zu weit entfernt hatte.  

„Ich möchte mit meinem Training dazu beitragen“, sagt Hundetrainer Patino, „dass Probleme zwischen Tierheimhunden und ihren neuen Besitzern gar nicht erst entstehen.“

Daniel Patino ist seit zehn Jahren ehrenamtlich als Übungsleiter in dem IRJGV (Internationalen Rasse-Jagd-Gebrauchshunde-Verband e.V) Kreis Wesel tätig. Als der Maschinenbauer und Dozent vor über fünf Jahren eine schwierige Hündin aufnahm, war dies seine Motivation, sich zu professionalisieren. Er absolvierte eine anspruchsvolle Ausbildung bei Ziemer& Falke - Schulungszentrum für Hundetrainer GmbH und Co. KG und ist so in der Lage, sein fachliches Know How dem Tierheim Wesel zur Verfügung zu stellen.

Die Schulung soll für alle Gassigänger verpflichtend sein.   Für vier Termine – 8., 10., 15. und 17. Januar
(Ab 17:00 Uhr ) – können sich die Hundespaziergänger des Tierheims jetzt schon anmelden. Weitere Termine werden folgen. „Wir beginnen für jede Gruppe mit theoretischer Unterweisung (Power Point, aktives Multiple Choice etc.) und setzen dann am Folgetag in der Praxis um, was wir gelernt haben“, erklärt Daniel Patino seine Methode. Dem ersten Training mit den Gassigängern sollen Schulungseinheiten auch für die Interessenten von  Tierheimhunden folgen - für die künftigen Besitzer eine wichtige Hilfestellung: Denn sie können sich bei möglichen Irritationen im Umgang mit dem noch nicht ganz so vertrauten Hund an Daniel Patino wenden, der dann ja schon länger mit dem Tier gearbeitet und es kennengelernt hat.

Wenn Sie mehr Informationen zu der Schulung wünschen oder sich anmelden möchten, wenden Sie sich bitte direkt an das Tierheim Wesel. Telefon: 0281 – 566 99 und info@tierheim-wesel.de

Gartenbau Melskotte hilft Tierheim Wesel

Gartenbau Melskotte hilft Tierheim Wesel

Unternehmer engagieren sich im Tierschutz

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 20. November 2018. „Suchen Sie sich die Fliesen aus“, sagte Max Melskotte und zeigte der Tierheimleiterin seine mitgebrachten Muster. Gabi Wettläufer entschied sich für einen Grauton, der nun in Kürze in den Katzengehegen verlegt wird.

Der Unternehmer spendet nicht nur die Fliesen, sondern Fugen und Kleber und wird, wenn nötig, auch bei der Verlegung behilflich sein. Für das Tierheim ist die Unterstützung von Gartenbau Melskotte aus Wesel ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Denn dieses Jahr stellte das Tierheim vor besonders große Herausforderungen.

„Wir hatten zeitweise bis zu 90 Katzen zu versorgen“, sagt Gabi Wettläufer, „von denen ein Großteil krank war und sich in dem langen heißen Sommer sehr nur zögernd erholte.“ Entsprechend spät waren die Katzen vermittlungsbereit und mussten noch im Tierheim betreut werden, als im Frühherbst schon die zweite große Wurfwelle von Katzen anstand.

Und so verursachten die kleinen Patienten indirekt eine doppelte finanzielle Belastung – durch die hohen Tierarztkosten und die ausbleibenden Vermittlungsgebühren. Hinzu kam, dass auch die Hunde aufgrund verschiedener Umstände – schlechte Erfahrungen bei Vorbesitzern, das zu ängstlichem, misstrauischem Verhalten führte, Krankheit und anstehende Operationen – kaum Interessenten hatten.

Für den Unternehmer Max Melskotte und seine Lebensgefährtin stellte die Erkrankung von Rocky indes keinen Grund dar, den Hund nicht bei sich aufzunehmen – im Gegenteil: Das Paar aus Wesel kam fünf Wochen lang ins Tierheim, um mit dem zehn Jahre alten Appenzellerrüden spazieren zu gehen und von Tag zu Tag zu erleben, wie Rocky sich mehr über seine künftigen Besitzer freute. Beide wissen, dass der Rüde eine große Geschwulst im Analdrüsenbereich hatte, die leider bösartig war und unter Umständen ähnlich in der Leber oder im Becken auftauchen könnte.

Doch Max Melskotte und seine Lebensgefährtin sind zuversichtlich, dass Rocky gesundheitlich stabil bleiben wird, weil er rund herum glücklich in seinem neuen Zuhause ist. Ein liebevolles Umfeld trägt sehr dazu bei, eine Erkrankung zu überwinden, das gilt für Tiere gleichermaßen wie für Menschen.

Auf seine großzügige Unterstützung angesprochen, erklärt der Unternehmer: „Es ist eine Selbstverständlichkeit für mich zu helfen, wenn ich sehe, dass Hilfe benötigt wird.“ In den fünf Wochen seines täglichen Besuches im Tierheim haben er und seine Freundin gesehen, was dort geleistet wird.

„Das Tierheim“, sagt er, „ist immens wichtig für die Region. Hier werden Tiere nicht nur versorgt und tierärztlich betreut, sondern auch mit all ihren – oft schwierigen –  Vorerfahrungen aufgefangen und so mit ihnen gearbeitet, dass sie die Chance auf ein neues Zuhause bekommen. Das ist eine Leistung, die von der Gesellschaft noch viel mehr gewertet werden sollte.“    

 

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Igel in großer Not

Pressemeldung

Alle Igel-Pflegestellen in Wesel haben aufgegeben!

Tierheim Wesel, 8. Oktober 2018. Das Tierheim Wesel kriegt seit Tagen Anrufe besorgter Bürger. Sie haben Igel gefunden, die so klein und leicht sind, dass sie den Winter nicht überleben werden. Das Problem: In Wesel haben die offiziellen Igel-Pflegestellen, die im letzten Jahr bis zu 80 Igel aufgenommen hatten, aufgegeben. „Das ist kein Wunder“, kritisiert Gabi Wettläufer. „Denn die Pflegestellen sind im Stich gelassen worden und fühlten sich überfordert.“

Die Leiterin des Tierheims Wesel rechnet vor, wie die Versorgung von Igeln zu Buche schlägt: „Igel fressen ca. zwei Schälchen Igel- oder Katzenfutter am Tag. Sie können erst dann wieder ausgewildert werden, wenn es keinen Frost mehr gibt, also frühestens im April. Wenn die Pflegestellen bis zu 80 Igel gleichzeitig durch den Winter bringen mussten, geht das in die Hunderte bis Tausende. Hinzu kommen Wurm- und Flohmittel sowie mindestens eine Konsultation beim Tierarzt. Welche private Pflegestelle kann die Aufwendungen in solcher Höhe über Jahre leisten?“

Das Tierheim darf keine Wildtiere aufnehmen, kann aus Tierschutzerwägungen die Igel aber auch nicht draußen verhungern lassen. Acht Igel werden im Tierheim gerade aufgepäppelt, die zwei Pflegestellen sind schon jetzt überfüllt.  Das Tierheimteam bemüht sich um Unterstützung aus der Bevölkerung. Grundsätzlich gilt: Wenn Igel jetzt unter 200 Gramm wiegen, werden sie nicht mehr genügend Fett ansetzen, um den Winter zu überstehen. Mitte Oktober sollten sie um 300 Gramm wiegen, Ende des Monats um 500 Gramm.

„Wer hat die Möglichkeit, wenigstens einen Igel bei sich überwintern zu lassen?“, fragt Gabi Wettläufer eindringlich. Wie lange ein Igel gefüttert werden muss, bis er in den Winterschlaf geht, wie sein Schlafquartier beschaffen sein muss und welche Umgebungstemperaturen herrschen sollten, ist auf vom Verein Pro Igel auf der Seite www.pro-igel.de zusammengestellt worden.

Die Tierheimleiterin will kommende Woche mit dem Kreisveterinäramt besprechen, wie es sich zur aktuellen Notlage der Igel stellt und welche Lösungen gefunden werden können.

 

 

Glückstag für Josey

Glückstag für Josey

Wie eine 15 Jahre alte Staffhündin doch noch ein Zuhause fand

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 4. Juli 2018. Als die Staffordshire Terrierhündin Josey 2015 ins Tierheim kam, stand es schlecht um die Zwölfjährige. Sie hatte sichtbare Tumore am Körper, die auch in mehreren Operationen nicht ganz entfernt werden konnten. Die Hündin erholte sich jedoch schnell und nahm im Tierheim die Mitarbeiter und Besucher für sich ein: Offen, freundlich zu Menschen und Hunden, verspielt, entspannt - wäre Josey kein Staffordshire-Terrier, der laut Landeshundegesetz als gefährlich gilt, hätte sie längst ein neues Zuhause gefunden.

"Wer einen Listenhund wie Josey aufnehmen möchte", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer, "muss einen Sachkundenachweis ablegen. Der Hund selbst sollte, um nicht sein ganzes Leben mit Maulkorb und Leine laufen zu müssen, einen Wesenstest absolviert haben." Hinzu kommt in vielen Gemeinden eine empfindlich höhere Hundesteuer.

Umso mehr freut sich jetzt das Team um Gabi Wettläufer, dass Josey trotz aller Erschwernisse sehr glücklich vermittelt wurde. Vor wenigen Tagen konnte sie ihr Köfferchen packen und zu ihren neuen Besitzern nach Voerde umziehen. Hier bewohnt sie ein Haus mit Garten und hat sich gleich am ersten Tag heimisch gefühlt, wie Janina K. und ihr Lebensgefährte berichten.

Das junge Paar hatte versucht, die Erlaubnis zur Haltung von Josey in ihrer Eigentumswohnung zu erlangen - vergeblich. "Wir wollten der alten Hündin unbedingt noch eine schöne Zeit bereiten", sagt Janina K. mit Blick auf die nicht gänzlich zum Stillstand gekommene Tumorentwicklung der Hündin, "und genießen jeden Tag mit ihr. Josey ist ein großartiger Hund, unkompliziert, sozialverträglich und einfach nur liebenswert."

"Wir würden uns wünschen, dass noch viel Menschen Listenhunden eine Chance gäben", so Gabi Wettläufer. Kein Hund dürfe für seine Rasse bestraft werden. Das bestätigt auch Janina K.: "Das eigentliche Problem sind immer die Besitzer, die zu wenig Kenntnisse haben oder verantwortungslos an die Hundehaltung herangehen."           

 

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Wer kennt diese fünf ausgesetzten Hunde?

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 3. Juli. Samstagfrüh kam die Polizei ins Tierheim Wesel und brachte eine Hündin, die in Schermbeck im Bereich des Wachtenbringer Wegs tot aufgefunden worden war. Wenig später wurde ein Welpe im Tierheim abgegeben, der ebenfalls in der Nähe des Wachtenbringer Wegs aufgegriffen wurde. "Der Welpe ist sehr in schlechten Gesundheitszustand", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Er hat Räude, Demodexmilben, ist sehr ängstlich und fürchtet die Menschen." Ob der Kleine mit der toten, ca. 5-7 Jahre alten Hündin in Verbindung gebracht werden kann, ist noch offen.

Dann einen Tag später der nächste Fund: Wieder werden zwei ausgesetzte Hunde im Raum Schermbeck eingefangen, auch sie leiden wie der Welpe unter dem selben Parasitenbefall. "Bei diesen beiden Hunden fällt besonders auf, dass sie die Sonne meiden und vor Menschen davonlaufen", schildert die Tierheimleiterin das Verhalten der ängstlichen Tiere. Und nun heute früh, 3. Juli, wieder ein herrenloser Junghund, der durch Schermbeck irrte. "Hinter Schermbeck gibt es nur Felder und Wälder", so Gabi Wettläufer. "Wenn hier jemand mehrere Hunde ausgesetzt hat, dann findet sie niemand." Dass die fünf Tiere gefunden werden konnten, ist einzig Glücksfällen zu verdanken: Einer fiel in einen Schacht, ohne sich zu verletzen, einer floh in eine Gartenlaube oder ein anderer versteckte sich in einem Garten, den die umsichtigen Eigentümer sofort verschlossen.

Das Tierheim Wesel bittet nun ganz dringend um Mithilfe. Wer kennt diese Hunde, die sich vom Gesichtsschnitt und Aussehen alle ähneln? "Möglicherweise handelt es sich um eine private Zucht unter katastrophalen Haltungsbedingungen", sagt die Tierheimleiterin mit Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand aller aufgefundenen Hunde. Keiner trägt einen Chip oder ist tätowiert. "Vielleicht weiß jemand von einer kleinen Hundezucht oder erinnert sich, diese Hunde irgendwo oder mit irgendwem schon einmal gesehen zu haben?"

Gabi Wettläufer ist überaus besorgt: "Es ist offensichtlich, dass all diese Hunde sehr schlecht gehalten und auch möglicherweise auch behandelt wurden. Was ist, wenn weitere Hunde leiden, ohne dass es jemand mitbekommt, weil sie im Schuppen, Keller oder auf dem Dach versteckt gehalten werden? Oder wurden noch mehr hilflose Hunde hinter Schermbeck ausgesetzt?"

Die tierärztliche Behandlung der Hunde hat begonnen, darüber hinaus müssen die Hunde aufgrund des fehlenden Impfschutzes in Quarantäne. "Dazu können wir nur provisorisch den Bereich der Kleintiere nutzen und ihn für Besucher am Wochenende sperren." Am 8. Juli feiert das Tierheim sein großes Sommerfest ab 12 Uhr.   

Wer Hinweise zu den fünf ausgesetzten Hunden machen kann, meldet sich bitte im Tierheim Wesel. Telefon: 0281 - 566 99 und info@tierheim-wesel.de.  

     

 





An der Lackfabrik 4     46485 Wesel     Telefon: 0281-56699     info@tierheim-wesel.de

Aktuelle Spenden-Aktion

Unsere Katzen benötigen dringend ein neues Aussengehege! Bitte Spenden Sie!