Datenschutz Impressum

Pressemeldungen vom Tierheim Wesel

Wenn Welpen in Quarantäne müssen

Wenn Welpen in Quarantäne müssen

Warum korrekte Impfungen so wichtig sind

Tierheim Wesel, 25. September 2020. Bis letzte Woche saß im Tierheim Wesel ein „kleiner Eisbär“ in Quarantäne. 14 Tage musste der Golden Retrieverwelpe in Isolation verbringen, weil der Nachweis über die notwendige Tollwutimpfung fehlte.

Rückblick: Der Welpe war im Alter von nicht einmal acht Wochen im August an eine Familie verkauft worden. Sie hatten den Welpen aus polnischer Zucht auf www.tierwelt.de gefunden, ihn gekauft und bei einem Mittelsmann in NRW abgeholt. Laut Impfausweis hatte der Welpe die erste Grundimmunisierung erhalten.

Weil sie alles richtig machen will, stellt die Familie den „kleinen Eisbären“ dem Tierarzt vor. Ergebnis: Der Welpe ist verständlicherweise noch nicht gegen Tollwut geimpft, weil dies erst ab der 12. Woche üblich ist. Doch der Kontrolltest zeigt einen viel zu hohen Tollwuttiter, der möglicherweise auf eine regelmäßige Impfung der Mutterhündin zurückzuführen ist, allerdings auch für eine akute Infektion stehen könnte.

Weil erst alle Informationen aus Polen beschafft werden müssen, verhängt das Kreisveterinäramt eine Quarantäne für den Retrieverwelpen im Tierheim Wesel. Hier muss der Kleine zur Sicherheit erst einmal ohne Kontakt zu anderen Hunden und Menschen gehalten werden, bis ein späterer Bluttest hoffentlich Entwarnung gibt. Fallen importierte Hunde bei Kontrollen zum Beispiel am Frankfurter Flughafen auf, sind die Bestimmungen weitaus schärfer: Bis zu 12 Wochen werden die Tiere dann isoliert. Für Welpen, die in den ersten Lebenswochen ihre Prägephasen durchlaufen und wichtige Eindrücke aus ihrer Umwelt aufnehmen und verarbeiten müssen, stellt eine Quarantäneverfügung eine große Belastung dar und wirkt sich häufig negativ auf ihr späteres Sozialverhalten aus.

Der „kleine Eisbär“ hatte jedoch Glück: Die notwendigen Unterlagen sind eingetroffen, der Bluttest nach zwei Wochen in Ordnung, der Tollwuttiter gesunken und die Familie, die sich jeden Tag nach dem Befunden ihres Welpen erkundigt hatte, darf ihn überglücklich in die Arme schließen. Dennoch muss der Kleine bis zur endgültigen Tollwutimpfung ab der 12. Lebenswoche in Hausquarantäne bleiben.

Tierheimleiterin Gabi Wettläufer: „Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf bzw. der Abholung des Welpen ganz genau, welche Impfungen ein Welpe mit acht Wochen haben und wie dies korrekt mit welchen Aufklebern im Impfausweis vermerkt sein muss. Beachten Sie, dass bei Tieren aus dem Ausland klare Vorgaben bestehen: So darf der Welpe erst mit 12 Wochen gegen Tollwut geimpft werden, und der Ausreisezeitpunkt aus einem europäischen Land kann erst mit 15 Wochen erfolgen.

Das Impfschema für Welpen sieht so aus: Ab der 8. Lebenswoche wird gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe, Leptospirose und Zwingerhusten geimpft und diese Impfungen in der 12. Woche wiederholt. Ab der 12. Lebenswoche kommt Tollwut dazu.

„Wenn Sie also von einem Züchter hören, dass Ihr acht Wochen alter Welpe bereits komplett geimpft wurde, werden Sie misstrauisch! Das ist zu früh und würde dem Hund in dem jungen Alter schaden oder die Aussage stimmt ganz einfach nicht. Bitte schauen Sie auch auf die anderen Angaben im Heimtierausweis und lassen von Ihrem Tierarzt mit seinem Lesegerät den im Welpen implantierten Chip auslesen, ob die im Ausweis vermerkte Nummer identisch ist“, rät Gabi Wettläufer.

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie sich gerne an das Tierheim wenden. Bitte beachten Sie, dass die Öffnungszeiten des Tierheims aufgrund der wieder verschärften Corona-Maßnahmen nicht mehr gelten. Interessenten müssen Termine vereinbaren, damit sich nicht mehrere Besucher gleichzeitig im Tierheim aufhalten. Und vielleicht muss es auch nicht immer ein Welpe sein; im Tierheim warten derzeit 22 Hunde auf ein neues Zuhause. Sie alle haben eine Chance verdient.

Alle Infos unter www.tierheim-wesel.de

 

Porky - Glücksschwein des Jahres

Porky - Glücksschwein des Jahres

Wie sich zwei Ferkel vor einem ungewissen Schicksal retteten

Tierheim Wesel, 22. Januar 2020. Am Samstagmittag brachte die Polizei ein kleines Ferkel in das Tierheim Wesel. Es hatte sich am Ausee versteckt, nachdem es offenbar aus einem Tiertransport entkommen war. Mit ihm soll sich noch ein zweites Schweinchen durch Flucht dem unbekannten Reiseziel entzogen haben, doch die Beamten haben die Suche inzwischen eingestellt.

„Damit geben wir uns nicht zufrieden“, erklärt Gabi Wettläufer. „Wir versuchen jetzt in Zusammenarbeit mit der Tierrettung Bocholt das Ferkel zu finden.“ Während die Rettungsmaßnahmen auf Hochtouren laufen, genießt Ferkel Porky, so hat es das Tierheimteam genannt, seine gemütliche Unterkunft. Zwar provisorisch in einem kleinen Holzhäuschen, weil das Tierheim neben seinen drei Hängebauchschweinen nicht noch Platz für weitere Schweine in Not hat, aber höchst komfortabel auf frischem Stroh mit darüber hängender Wärmelampe. Zu Fressen bekommt Neuzugang Porky dasselbe wie seine erwachsenen Artgenossen: Schweinefutter und als Zugabe Äpfel, Obst und Gemüse.

„Dem Ferkel wurde die Ohrmarke entfernt, man sieht noch das Loch“, sagt die Tierheimleiterin. Für sie ein eindeutiger Hinweis, dass es sich bei dem Tiertransport um eine nicht angemeldete, inoffizielle Haltung gehandelt haben muss. Üblicherweise haben Ferkel zwei Ohrmarken, wenn sie – wie in diesem Fall – vermutlich aus dem Zuchtbetrieb zur Mast gefahren werden sollten. Das Veterinäramt in Wesel ist bereits verständigt worden.   

Porky dürften die geheimnisvollen Zusammenhänge um seine Herkunft ziemlich egal sein. Das Ferkel hat schon jetzt das größte Abenteuer bestanden, das sich denken lässt: Es hat sich dem Tod, der in wenigen Monaten auf die Mast gefolgt wäre, verweigert – und das Leben gewählt.

Der Bundesverband Tierschutz e.V., dem das Tierheim in Wesel gehört, hat sofort seine Unterstützung zugesagt und bemüht sich aktuell  um eine artgerechte Unterbringung auf Lebenszeit. Sollte Porkys Freund gefunden werden, sollen beide zusammen alt werden dürfen. Infos zur Arbeit des BVT und seinem Tierheim unter www.bv-tierschutz.de und www.tierheim-wesel.de

 

 

Alter, schwer kranker Hund ausgesetzt

Alter, schwer kranker Hund ausgesetzt

Tierheim bangt um sein Leben

Tierheim Wesel, 5. September 2019. Als heute Morgen das Team zur Frühschicht ins Tierheim kommt, machen die Mitarbeiter eine schreckliche Entdeckung: An der Bank, die in der Nähe des Eingangs steht, ist ein Hund angebunden. Der schon auf den ersten Blick alte und hochgradig geschwächt wirkende Chihuahua hat eine kleine Schale Futter vor sich.

Weil die Nächte schon auf 8 Grad heruntergehen, ist der Hund schwer unterkühlt, wie der sofort hinzugerufene Tierarzt feststellt. Neben der lebensbedrohlichen Untertemperatur sind Herz und Kreislauf schwach und die Schleimhäute blass. Auffällig auch die schlechten Zähne mit Vereiterungen, der wunde Afterbereich, der auf länger bestehenden Durchfall schließt und die Trübungen der Augen.

Umgehend wird der kleine blinde Hund in ein Katzenkörbchen auf eine Wärmflasche gesetzt und mit einer Decke zugedeckt. Tierheimleiterin Gabi Wettläufer weicht dem Patienten nicht von der Seite: „Er atmet sehr schwer“, sagt sie bedrückt und teilt damit die Einschätzung des Tierarztes Dr. Uwe Boffin, dass  der alte Hund die Nacht möglicherweise nicht überleben wird.

„Wir bitten dringend um Mithilfe bei der Suche nach den Besitzern“, so Gabi Wettläufer. „Wer hat beobachtet, dass jemand plötzlich seinen Chihuahua nicht mehr hat oder kann Angaben dazu machen, wer einen sehr alten Hund dieser Rasse bis vor kurzem noch bei sich hatte?“

Der Hund trug bei seinem Auffinden ein rotes, relativ neues Geschirr. Sein Fell sieht gut aus, seine Krallen sind nicht übermäßig lang und auch sein Futterzustand ist zufriedenstellend. „Wir gehen nicht davon aus, dass der Hund schlecht gehalten oder vernachlässigt wurde“, sagt die Tierheimleiterin. „Vielleicht verstarb sein Besitzer und hatte keine Regelungen für den Ernstfall getroffen. Doch wer immer den alten Hund nachts hier ausgesetzt hat, muss seinen Tod billigend in Kauf genommen haben – das ist nicht nur verabscheuungswürdig und grausam, sondern auch eine Straftat, die wir nicht hinnehmen werden“, so Gabi Wettläufer. Das Tierheim behält sich vor, Strafanzeige zu stellen. „Sollte es sich allerdings um eine Verzweiflungstat handeln, lassen wir selbstverständlich mit uns reden und sind im Sinne des Hundes zu jeder Hilfestellung bereit“, betont die Tierheimleiterin. 

Wer Hinweise zu dem Hund geben kann, meldet sich bitte im Tierheim Wesel unter 0281-566 99  oder über Facebook.

      

Geschwisterliebe kann so schön sein

Geschwisterliebe kann so schön sein

Drei Katzenkinder suchen ein gemeinsames Zuhause

Tierheim Wesel, 5. August 2019. Der letzte Sommer war heiß und eine harte Herausforderung für die wild lebenden Katzen in Wesel. Entsprechend viele Notfälle gab es im Tierheim, unter ihnen auch eine hochträchtige Fundkatze. Am 9. Juli 2018 brachte sie vier Jungtiere zur Welt. Ein Katzenbaby starb, seine drei Geschwister kämpften sich ins Leben. Wenig später verließ sie auch ihre Mutter; die liebevolle Katzenmama hatte einen tödlich verlaufenden Blasenverschluss.

Die schwierigen Startbedingungen für die Katzenkinder führten dazu, dass sich eng aneinander anschlossen. Die inzwischen einjährigen Geschwister spielen, kuscheln und schlafen zusammen und nehmen zum selben Zeitpunkt Kurs auf die Futterschüssel. So ist es für Tierheimleiterin Gabi Wettläufer keine Frage, dass die Drei nur gemeinsam vermittelt werden: „Bluebarry, Bisquit und Bob haben schon einiges in ihrem kurzen Leben durchgemacht, so dass wir sie keinesfalls trennen werden. Sie geben sich Halt und Geborgenheit, das dürfen und wollen wir nicht missachten. Wir hoffen nun sehr, dass wir Menschen finden, die unserem liebevollen Trio ein gutes und dauerhaftes Zuhause schenken.“

Bluebarry und Bisquit und ihr kastrierter Bruder Bob tragen wie - mittlerweile ein Großteil aller Katzen - das Coronavirus in sich. Um die Übertragung an gesunde Artgenossen auszuschließen, sollten die Drei nur gesicherten Freigang auf dem Balkon oder im Garten erhalten. Die schon sehr zutraulich gewordenen Geschwister haben keine gesundheitlichen Einbußen durch das Virus; sie sind temperamentvoll, agil und voller Unternehmungslust.  

Wer die drei Katzen kennenlernen möchte, ist herzlich zu den Öffnungszeiten im Tierheim (Träger Bundesverband Tierschutz e.V.) willkommen. Alle Infos auch unter www.tierheim-wesel.de

Wie Menschen sich um Tierheimhunde bemühen

Wie Menschen sich um Tierheimhunde bemühen

Drei Listenhunde auf dem Weg in ein neues Leben

Tierheim Wesel, 17. Juni 2019. In diesen Tagen ziehen drei Hunde aus dem Tierheim in ihre neuen Familien, die es durch die landeseigenen Auflagen besonders schwer bei der Vermittlung haben: Sunny, Pablo und Fluffy sind sogenannte Listenhunde, für die Halter einen Sachkundenachweis brauchen, höhere Hundesteuern zahlen – und wenn sie ihren Tieren ein artgerechtes Hundeleben ohne Maulkorb ermöglichen wollen, auch einen Wesenstest durchführen lassen müssen.

Die drei Listenhunde haben ihren Wesenstest, den das Veterinäramt Wesel am 12. Juni durchführte, mit Bravour bestanden. Souverän ließen die American Staffordshire Terrierhündin Sunny, der Cane Corso-Mischling Pablo und Bulldog-Mix Fluffy alle aufreizenden Situationen, wie Lärm, Hektik, viele Menschen, Fahrräder, Autos, Skateboarder und fremde Hunde, an sich vorbeiziehen. Sie hielten den gewünschten Kontakt zu ihren Bezugspersonen, blieben ruhig, in jeder Minute beherrsch- und abrufbarbar.

Die einjährige Staffhündin Sunny war die erste, die ihr Köfferchen packen konnte. Sie lebt jetzt bei  Familie Bögner-Sandten in Moers in einem Mehrgenerationenhaushalt und hat sich schon am zweiten Tag so verhalten, als sei sie niemals woanders gewesen, berichtet die neue Besitzerin glücklich.

Auch Tierheimleiterin Gabi Wettläufer freut sich sehr über die drei Vermittlungen und hofft, dass sie Vorbildcharakter haben: „Für Listenhunde ist es oft kaum möglich, ein neues Zuhause zu finden“, bedauert sie. Die Auflagen der Behörden (Sachkundenachweis, polizeiliches Führungszeugnis, Zustimmung des Vermieters, höhere Hundesteuer) sind hoch; selbst Hundefreunde sind oft nicht in der Lage, diese Voraussetzungen zu erfüllen. Sei es, weil der Vermieter die Haltung eines Listenhundes ablehnt oder die finanziellen Möglichkeiten fehlen, die höheren Hundesteuern zu tragen.

„Die Interessenten von Sunny, Pablo und Fluffy haben sich alle unglaublich um ihren jeweiligen Hund bemüht“, sagt Gabi Wettläufer mit Blick auf die engagierte Übungszeit vor dem Wesenstest und die nötigen Behördengänge. „Es ist wunderbar, wenn Menschen sich so engagieren, um einem Hund einen Platz in ihrer Mitte zu geben“. Die Besitzer der drei ehemaligen Tierheimhunde wollen auch künftig den Kontakt halten; ihre Hunde sind nämlich zu engen Freunden geworden. 

Im Tierheim Wesel gibt es noch weitere Hunde, die aufgrund ihrer Vergangenheit oder der Einstufung als Listenhund schwer vermittelbar sind. „Wenn Sie bereit sind, Verantwortung für einen Hund zu übernehmen, der nicht auf der Glücksseite des Lebens geboren ist, aber dennoch alle Voraussetzungen mitbringt, ein großartiges Familienmitglied zu werden, dann kommen Sie zu den Öffnungszeiten Tierheim“, bittet Gabi Wettläufer.

Bestellen wie aus dem Katalog

Bestellen wie aus dem Katalog

Tierheim Wesel warnt vor Tiervermittlung über das Internet

Tierheim Wesel, 6. März 2019. Sie heißen Kimba, Lu und Sena und teilen das Schicksal unzähliger Tiere, die über das Internet verkauft werden sollten und schließlich doch im Tierheim landen. Weil sich zwischen Hund und Halter keine Zuneigung entwickelte, das Tier nicht den „Erwartungen“ entsprach oder plötzlich eine Tierhaarallergie auftrat.

„Wer ein Tier aufnehmen möchte oder für Hund, Katze oder Kleintier ein neues Zuhause sucht, sollte dies niemals über eine online-Handelsplattform machen“, sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer mit Blick auf ebay-Kleinanzeigen. Über diesen virtuellen Mark werden, neben vielen anderen Umschlagplätzen hunderttausende Tiere im Jahr angeboten. Oft stecken hinter den Verkäufern Tierhändler, die Welpen, kleine Katzen und andere Tiere fotografisch so geschickt in Szene setzen, dass sich die Betrachter vorschnell zum Spontankauf entschließen. Mit oft üblen Folgen für die Tiere: Denn je unüberlegter die Anschaffung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Tierhaltung scheitert.

„Alle Aspekte, die eine verantwortungsvolle Vermittlung oder einen seriösen Kauf begleiten, können bei den Online-Geschäften umgangen werden“, warnt die Tierheimleiterin. „Oft verlassen sich die Leute auf ein schönes Foto und die knappen Angaben zum Tier und erleben dann, wie aus dem vermeintlichen Boxerwelpen plötzlich ein Old English Bulldog wird“, erinnert sich Gabi Wettläufer an einen zurückliegenden Fall. Weil für den Old English Bulldog in NRW neben der Sachkunde ein Herkundenachweis erforderlich ist, den die Besitzer nicht hatten, kam der Rüde ins Tierheim Wesel.

„Wer ein Tier bei sich aufnimmt, muss die Menschen kennenlernen, bei denen es vorher gelebt hat und sich das ehemalige Umfeld anschauen“, so die Tierheimleiterin. Nur wenn die bisherigen Halter den Interessenten die Möglichkeit geben, sich mit dem Tier durch bestenfalls mehrere Besuche vertraut zu machen, besteht die Chance, dass sich langsam Vertrauen aufbauen kann.

Die sieben Jahre alte Schäfermischlingshündin Sena sollte aus familiären Gründen über das Internet ein neues Zuhause finden, doch der Versuch scheiterte. Sena akzeptierte die fremden Menschen nicht und wurde schließlich im Februar im Tierheim Wesel abgegeben. So auch die Katzen Komba und Lu. Die Familie hatte auf ebay-Kleinanzeigen das ansprechende Foto gesehen und die Tiere zu sich geholt. Nach nur 14 Tagen mussten die beiden wegen einer Tierhaarallergie der Mutter wieder ausziehen.

Wie Sena warten Kimba und Lu jetzt auf Menschen, die sich nicht per Mausklick ein Lebewesen ins Haus holen, sondern sich die Zuneigung zum Tier erarbeiten wollen. Es kennenlernen, mit ihm spielen, spazieren gehen, es streicheln, mit ihm kommunizieren…“und genau das erwarten wir von den künftigen Besitzern unserer Tiere“, sagt die Tierheimleiterin. „Ehrliches Interesse, die Bereitschaft, sich mit dem Tier vertraut zu machen und durch den steten Vertrauensaufbau dafür zu sorgen, dass die Vermittlung erfolgreich verläuft.“

Wer Sena und die anderen Tiere besuchen möchte, kann dies gerne zu den Öffnungszeiten des Tierheims (täglich 16.00-18.00 Uhr, außer mittwochs) tun oder jederzeit im Internet unter www.tierheim-wesel.de

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Igel in großer Not

Pressemeldung

Alle Igel-Pflegestellen in Wesel haben aufgegeben!

Tierheim Wesel, 8. Oktober 2018. Das Tierheim Wesel kriegt seit Tagen Anrufe besorgter Bürger. Sie haben Igel gefunden, die so klein und leicht sind, dass sie den Winter nicht überleben werden. Das Problem: In Wesel haben die offiziellen Igel-Pflegestellen, die im letzten Jahr bis zu 80 Igel aufgenommen hatten, aufgegeben. „Das ist kein Wunder“, kritisiert Gabi Wettläufer. „Denn die Pflegestellen sind im Stich gelassen worden und fühlten sich überfordert.“

Die Leiterin des Tierheims Wesel rechnet vor, wie die Versorgung von Igeln zu Buche schlägt: „Igel fressen ca. zwei Schälchen Igel- oder Katzenfutter am Tag. Sie können erst dann wieder ausgewildert werden, wenn es keinen Frost mehr gibt, also frühestens im April. Wenn die Pflegestellen bis zu 80 Igel gleichzeitig durch den Winter bringen mussten, geht das in die Hunderte bis Tausende. Hinzu kommen Wurm- und Flohmittel sowie mindestens eine Konsultation beim Tierarzt. Welche private Pflegestelle kann die Aufwendungen in solcher Höhe über Jahre leisten?“

Das Tierheim darf keine Wildtiere aufnehmen, kann aus Tierschutzerwägungen die Igel aber auch nicht draußen verhungern lassen. Acht Igel werden im Tierheim gerade aufgepäppelt, die zwei Pflegestellen sind schon jetzt überfüllt.  Das Tierheimteam bemüht sich um Unterstützung aus der Bevölkerung. Grundsätzlich gilt: Wenn Igel jetzt unter 200 Gramm wiegen, werden sie nicht mehr genügend Fett ansetzen, um den Winter zu überstehen. Mitte Oktober sollten sie um 300 Gramm wiegen, Ende des Monats um 500 Gramm.

„Wer hat die Möglichkeit, wenigstens einen Igel bei sich überwintern zu lassen?“, fragt Gabi Wettläufer eindringlich. Wie lange ein Igel gefüttert werden muss, bis er in den Winterschlaf geht, wie sein Schlafquartier beschaffen sein muss und welche Umgebungstemperaturen herrschen sollten, ist auf vom Verein Pro Igel auf der Seite www.pro-igel.de zusammengestellt worden.

Die Tierheimleiterin will kommende Woche mit dem Kreisveterinäramt besprechen, wie es sich zur aktuellen Notlage der Igel stellt und welche Lösungen gefunden werden können.

 

 

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Wer kennt diese fünf ausgesetzten Hunde?

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 3. Juli. Samstagfrüh kam die Polizei ins Tierheim Wesel und brachte eine Hündin, die in Schermbeck im Bereich des Wachtenbringer Wegs tot aufgefunden worden war. Wenig später wurde ein Welpe im Tierheim abgegeben, der ebenfalls in der Nähe des Wachtenbringer Wegs aufgegriffen wurde. "Der Welpe ist sehr in schlechten Gesundheitszustand", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Er hat Räude, Demodexmilben, ist sehr ängstlich und fürchtet die Menschen." Ob der Kleine mit der toten, ca. 5-7 Jahre alten Hündin in Verbindung gebracht werden kann, ist noch offen.

Dann einen Tag später der nächste Fund: Wieder werden zwei ausgesetzte Hunde im Raum Schermbeck eingefangen, auch sie leiden wie der Welpe unter dem selben Parasitenbefall. "Bei diesen beiden Hunden fällt besonders auf, dass sie die Sonne meiden und vor Menschen davonlaufen", schildert die Tierheimleiterin das Verhalten der ängstlichen Tiere. Und nun heute früh, 3. Juli, wieder ein herrenloser Junghund, der durch Schermbeck irrte. "Hinter Schermbeck gibt es nur Felder und Wälder", so Gabi Wettläufer. "Wenn hier jemand mehrere Hunde ausgesetzt hat, dann findet sie niemand." Dass die fünf Tiere gefunden werden konnten, ist einzig Glücksfällen zu verdanken: Einer fiel in einen Schacht, ohne sich zu verletzen, einer floh in eine Gartenlaube oder ein anderer versteckte sich in einem Garten, den die umsichtigen Eigentümer sofort verschlossen.

Das Tierheim Wesel bittet nun ganz dringend um Mithilfe. Wer kennt diese Hunde, die sich vom Gesichtsschnitt und Aussehen alle ähneln? "Möglicherweise handelt es sich um eine private Zucht unter katastrophalen Haltungsbedingungen", sagt die Tierheimleiterin mit Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand aller aufgefundenen Hunde. Keiner trägt einen Chip oder ist tätowiert. "Vielleicht weiß jemand von einer kleinen Hundezucht oder erinnert sich, diese Hunde irgendwo oder mit irgendwem schon einmal gesehen zu haben?"

Gabi Wettläufer ist überaus besorgt: "Es ist offensichtlich, dass all diese Hunde sehr schlecht gehalten und auch möglicherweise auch behandelt wurden. Was ist, wenn weitere Hunde leiden, ohne dass es jemand mitbekommt, weil sie im Schuppen, Keller oder auf dem Dach versteckt gehalten werden? Oder wurden noch mehr hilflose Hunde hinter Schermbeck ausgesetzt?"

Die tierärztliche Behandlung der Hunde hat begonnen, darüber hinaus müssen die Hunde aufgrund des fehlenden Impfschutzes in Quarantäne. "Dazu können wir nur provisorisch den Bereich der Kleintiere nutzen und ihn für Besucher am Wochenende sperren." Am 8. Juli feiert das Tierheim sein großes Sommerfest ab 12 Uhr.   

Wer Hinweise zu den fünf ausgesetzten Hunden machen kann, meldet sich bitte im Tierheim Wesel. Telefon: 0281 - 566 99 und info@tierheim-wesel.de.  

     

 





An der Lackfabrik 4     46485 Wesel     Telefon: 0281-56699     info@tierheim-wesel.de

Aktuelle Spenden-Aktion

Unsere Katzen benötigen dringend ein neues Aussengehege! Bitte Spenden Sie!