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Pressemeldungen vom Tierheim Wesel

Single sucht Single

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Warum Titus für so viele andere Hunde steht

Pressemeldung zum Welthundetag

Tierheim Wesel, 10. Oktober 2018. Titus ist ein Shar Peimischling, seit über drei Jahren im Tierheim. Der mittlerweile achtjährige Rüde gilt als schwer vermittelbar. Er baut nur langsam Vertrauen auf – doch wenn er sein Herz verschenkt, dann hundertprozentig. Und genau diese Ausschließlichkeit wird ihm bei der Vermittlung zum Verhängnis: Denn Titus akzeptiert keine weiteren Familienmitglieder um seine geliebte Person.

So ziehen die Interessenten im Tierheim an seinem Zwinger vorbei, weil sie ihm nicht bieten können, was seine in der Jugend verletzte Seele braucht. Wäre Titus der einzige Hund, der so wählerisch an seinen künftigen Halter herantritt, hätte das Tierheim Wesel kein Problem.

Doch das Team um die Leiterin Gabi Wettläufer beobachtet zunehmend, dass Interessenten mit einer Erwartungshaltung kommen, die weder Mitarbeiter noch Hunde erfüllen können. „Der Hund soll kinderlieb sein, sich auf die Pfoten treten, am Schwanz ziehen lassen, er soll hinnehmen, wenn Kinder auf ihn fallen, ihm das Spielzeug fortnehmen, dazu soll er hören, ohne Leine laufen können und alleine bleiben. Solche Hunde gibt es nicht. Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund muss erarbeitet werden, sie wird einem nicht geschenkt“, betont die Tierheimleiterin.

Der Shar Pei Titus steht für alle anderen Hunde, die enttäuscht, verlassen, zurückgesetzt wurden – und dennoch die Hoffnung auf die große Chance nicht aufgeben. „Wenn Titus jemanden findet, dem er vertrauen will, dann ist er ein großartiger Kamerad für das ganze Leben“, beschreibt Gabi Wettläufer den Rüden, der noch Tage seinem toten Herrchen wachte. Dieser hatte Titus aus dem Tierheim Wesel zu sich geholt; der Hund baute eine so intensive Bindung zu ihm auf, dass er im Tierheim noch lange trauerte.  

Für das Tierheim Wesel ist es eine Ehrensache, jeden Hund, und sei er noch so schwer vermittelbar, bei sich aufzunehmen.

Die Kehrseite dieser verantwortungsvollen Fürsorge ist allerdings weniger schön: Hunde, die lange im Tierheim versorgt werden müssen, kosten sehr viel Geld und besetzen Zwinger für andere in Not geratene Tiere. Grund, dass immer mehr nicht oder mangelhaft sozialisierte Hunde in den Tierheimen sitzen, liegt besonders am Internet. Wer sich mit einem Klick ein fühlendes Lebewesen ins Haus holt, bringt die denkbar schlechtesten Voraussetzungen zur Hundehaltung mit. „Geben Sie unseren Hunden eine ehrliche Chance“, bittet Gabi Wettläufer – und dies nicht nur zum Welthundetag.

Infos über Titus und seine Kumpels auf www.tierheim-wesel.de

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Tierheim Wesel schlägt Alarm:

Igel in großer Not

Pressemeldung

Alle Igel-Pflegestellen in Wesel haben aufgegeben!

Tierheim Wesel, 8. Oktober 2018. Das Tierheim Wesel kriegt seit Tagen Anrufe besorgter Bürger. Sie haben Igel gefunden, die so klein und leicht sind, dass sie den Winter nicht überleben werden. Das Problem: In Wesel haben die offiziellen Igel-Pflegestellen, die im letzten Jahr bis zu 80 Igel aufgenommen hatten, aufgegeben. „Das ist kein Wunder“, kritisiert Gabi Wettläufer. „Denn die Pflegestellen sind im Stich gelassen worden und fühlten sich überfordert.“

Die Leiterin des Tierheims Wesel rechnet vor, wie die Versorgung von Igeln zu Buche schlägt: „Igel fressen ca. zwei Schälchen Igel- oder Katzenfutter am Tag. Sie können erst dann wieder ausgewildert werden, wenn es keinen Frost mehr gibt, also frühestens im April. Wenn die Pflegestellen bis zu 80 Igel gleichzeitig durch den Winter bringen mussten, geht das in die Hunderte bis Tausende. Hinzu kommen Wurm- und Flohmittel sowie mindestens eine Konsultation beim Tierarzt. Welche private Pflegestelle kann die Aufwendungen in solcher Höhe über Jahre leisten?“

Das Tierheim darf keine Wildtiere aufnehmen, kann aus Tierschutzerwägungen die Igel aber auch nicht draußen verhungern lassen. Acht Igel werden im Tierheim gerade aufgepäppelt, die zwei Pflegestellen sind schon jetzt überfüllt.  Das Tierheimteam bemüht sich um Unterstützung aus der Bevölkerung. Grundsätzlich gilt: Wenn Igel jetzt unter 200 Gramm wiegen, werden sie nicht mehr genügend Fett ansetzen, um den Winter zu überstehen. Mitte Oktober sollten sie um 300 Gramm wiegen, Ende des Monats um 500 Gramm.

„Wer hat die Möglichkeit, wenigstens einen Igel bei sich überwintern zu lassen?“, fragt Gabi Wettläufer eindringlich. Wie lange ein Igel gefüttert werden muss, bis er in den Winterschlaf geht, wie sein Schlafquartier beschaffen sein muss und welche Umgebungstemperaturen herrschen sollten, ist auf vom Verein Pro Igel auf der Seite www.pro-igel.de zusammengestellt worden.

Die Tierheimleiterin will kommende Woche mit dem Kreisveterinäramt besprechen, wie es sich zur aktuellen Notlage der Igel stellt und welche Lösungen gefunden werden können.

 

 

Spende für Tierheim

Spende für Tierheim

Erlös für Katzenkastration in Wesel

Presseeinladung

Tierheim Wesel, 28. August 2018. Das Tierheim Wesel lädt Sie herzlich zur Übergabe einer Großspende ein.

Am 30. August wird dem Tierheim Wesel auf der Grav-Insel ein Scheck von 1873 Euro überreicht. Das Geld wurde auf einem Familienfest gesammelt, um damit die Kastration von herrenlosen Katzen im Kreis Wesel finanzieren zu können.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Scheck-Übergabe an die Tierheimleiterin Gabi Wettläufer medial begleiten würden.

Dass die Spende zweckgebunden für die Kastration wildlebender Katzen verwendet werden soll, ist besonders wichtig und freut Gabi Wettläufer sehr. Denn das Tierheim Wesel hat auch in diesem Jahr in Folge wieder sehr viele Katzenbabys und erwachsene Tiere aufnehmen und mit hohem Kostenaufwand tiermedizinisch versorgen müssen.  Der einzige Weg, das Leid der herrenlosen Katzen mildern und langfristig beenden zu können, ist die Kastration.  

www.tierheim-wesel.de

Ort und Zeit: Donnerstag, 30. August, 10 Uhr.

Check-Übergabe auf der Grav-Insel in Wesel

Kontakt: Gabi Wettläufer, Telefon: 0163 - 3925822 

Glückstag für Josey

Glückstag für Josey

Wie eine 15 Jahre alte Staffhündin doch noch ein Zuhause fand

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 4. Juli 2018. Als die Staffordshire Terrierhündin Josey 2015 ins Tierheim kam, stand es schlecht um die Zwölfjährige. Sie hatte sichtbare Tumore am Körper, die auch in mehreren Operationen nicht ganz entfernt werden konnten. Die Hündin erholte sich jedoch schnell und nahm im Tierheim die Mitarbeiter und Besucher für sich ein: Offen, freundlich zu Menschen und Hunden, verspielt, entspannt - wäre Josey kein Staffordshire-Terrier, der laut Landeshundegesetz als gefährlich gilt, hätte sie längst ein neues Zuhause gefunden.

"Wer einen Listenhund wie Josey aufnehmen möchte", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer, "muss einen Sachkundenachweis ablegen. Der Hund selbst sollte, um nicht sein ganzes Leben mit Maulkorb und Leine laufen zu müssen, einen Wesenstest absolviert haben." Hinzu kommt in vielen Gemeinden eine empfindlich höhere Hundesteuer.

Umso mehr freut sich jetzt das Team um Gabi Wettläufer, dass Josey trotz aller Erschwernisse sehr glücklich vermittelt wurde. Vor wenigen Tagen konnte sie ihr Köfferchen packen und zu ihren neuen Besitzern nach Voerde umziehen. Hier bewohnt sie ein Haus mit Garten und hat sich gleich am ersten Tag heimisch gefühlt, wie Janina K. und ihr Lebensgefährte berichten.

Das junge Paar hatte versucht, die Erlaubnis zur Haltung von Josey in ihrer Eigentumswohnung zu erlangen - vergeblich. "Wir wollten der alten Hündin unbedingt noch eine schöne Zeit bereiten", sagt Janina K. mit Blick auf die nicht gänzlich zum Stillstand gekommene Tumorentwicklung der Hündin, "und genießen jeden Tag mit ihr. Josey ist ein großartiger Hund, unkompliziert, sozialverträglich und einfach nur liebenswert."

"Wir würden uns wünschen, dass noch viel Menschen Listenhunden eine Chance gäben", so Gabi Wettläufer. Kein Hund dürfe für seine Rasse bestraft werden. Das bestätigt auch Janina K.: "Das eigentliche Problem sind immer die Besitzer, die zu wenig Kenntnisse haben oder verantwortungslos an die Hundehaltung herangehen."           

 

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Tierheim Wesel bitte dringend um Mithilfe!

Wer kennt diese fünf ausgesetzten Hunde?

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 3. Juli. Samstagfrüh kam die Polizei ins Tierheim Wesel und brachte eine Hündin, die in Schermbeck im Bereich des Wachtenbringer Wegs tot aufgefunden worden war. Wenig später wurde ein Welpe im Tierheim abgegeben, der ebenfalls in der Nähe des Wachtenbringer Wegs aufgegriffen wurde. "Der Welpe ist sehr in schlechten Gesundheitszustand", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Er hat Räude, Demodexmilben, ist sehr ängstlich und fürchtet die Menschen." Ob der Kleine mit der toten, ca. 5-7 Jahre alten Hündin in Verbindung gebracht werden kann, ist noch offen.

Dann einen Tag später der nächste Fund: Wieder werden zwei ausgesetzte Hunde im Raum Schermbeck eingefangen, auch sie leiden wie der Welpe unter dem selben Parasitenbefall. "Bei diesen beiden Hunden fällt besonders auf, dass sie die Sonne meiden und vor Menschen davonlaufen", schildert die Tierheimleiterin das Verhalten der ängstlichen Tiere. Und nun heute früh, 3. Juli, wieder ein herrenloser Junghund, der durch Schermbeck irrte. "Hinter Schermbeck gibt es nur Felder und Wälder", so Gabi Wettläufer. "Wenn hier jemand mehrere Hunde ausgesetzt hat, dann findet sie niemand." Dass die fünf Tiere gefunden werden konnten, ist einzig Glücksfällen zu verdanken: Einer fiel in einen Schacht, ohne sich zu verletzen, einer floh in eine Gartenlaube oder ein anderer versteckte sich in einem Garten, den die umsichtigen Eigentümer sofort verschlossen.

Das Tierheim Wesel bittet nun ganz dringend um Mithilfe. Wer kennt diese Hunde, die sich vom Gesichtsschnitt und Aussehen alle ähneln? "Möglicherweise handelt es sich um eine private Zucht unter katastrophalen Haltungsbedingungen", sagt die Tierheimleiterin mit Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand aller aufgefundenen Hunde. Keiner trägt einen Chip oder ist tätowiert. "Vielleicht weiß jemand von einer kleinen Hundezucht oder erinnert sich, diese Hunde irgendwo oder mit irgendwem schon einmal gesehen zu haben?"

Gabi Wettläufer ist überaus besorgt: "Es ist offensichtlich, dass all diese Hunde sehr schlecht gehalten und auch möglicherweise auch behandelt wurden. Was ist, wenn weitere Hunde leiden, ohne dass es jemand mitbekommt, weil sie im Schuppen, Keller oder auf dem Dach versteckt gehalten werden? Oder wurden noch mehr hilflose Hunde hinter Schermbeck ausgesetzt?"

Die tierärztliche Behandlung der Hunde hat begonnen, darüber hinaus müssen die Hunde aufgrund des fehlenden Impfschutzes in Quarantäne. "Dazu können wir nur provisorisch den Bereich der Kleintiere nutzen und ihn für Besucher am Wochenende sperren." Am 8. Juli feiert das Tierheim sein großes Sommerfest ab 12 Uhr.   

Wer Hinweise zu den fünf ausgesetzten Hunden machen kann, meldet sich bitte im Tierheim Wesel. Telefon: 0281 - 566 99 und info@tierheim-wesel.de.  

     

 

Wenn das Auto zur Hitzefalle wird

Wenn das Auto zur Hitzefalle wird

So bringen Sie Ihren Hund gesund durch den Sommer - Tipps vom Tierheim Wesel

Pressemeldung Tierheim Wesel

Tierheim Wesel, 29. Mai 2018. Seit Tagen gehen die Temperaturen an die 30 Grad-Marke - und wieder lässt ein Hundebesitzer seinen Hund im Auto zurück. "Ich war doch nur kurz fort", rechtfertigt er sich hinterher, nachdem aufmerksame Passanten am Samstagvormittag die Polizei gerufen hatten, um einen Hund aus einem überhitzten Auto zu befreien.

Die schon ältere Malinoishündin wird ins Tierheim Wesel gebracht und dort fachmännisch versorgt. Glücklicherweise erholt sie sich schnell wieder. "Diese Hündin hatte noch Glück", sagt die Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Schon Minuten in einem heiß werdenden Wagen können für Hunde zur tödlichen Falle werden". Der Grund: Hunde können nicht wie Menschen schwitzen, sondern hohe Außentemperaturen nur durch Hecheln ausgleichen. Allerdings nur bis 27 Grad. Darüber hinausgehende Temperaturen führen bei Hunden zum Wasserverlust und lassen das Blut eindicken - Kreislaufversagen und Tod sind die Folge.

"Hunde dürfen niemals bei Außentemperaturen ab ca. 22 Grad im Auto zurückgelassen werden", warnt Gabi Wettläufer. "Das Wageninnere heizt sich schnell - und selbst im Schatten - so sehr auf, dass Hunde die ansteigende Umgebungstemperatur nicht mehr durch Hecheln kompensieren können."

Ebenfalls sollten Hunde nicht in Mittagshitze, drückender Schwüle oder an besonders heißen Tagen sportlich (Fahrrad, Joggen, Agility etc.) gefordert werden. "Spaziergänge am besten in den frühen Morgen oder Abend verlegen. Außerdem Wasser mitnehmen. Für Hunde gibt es spezielle Trinkflaschen mit einer kleinen Schale im Handel zu kaufen", rät die Tierheimleiterin.

Wer seinen Hund trotz hoher Außentemperaturen mitführen muss, sollte ihm jede Stunde Wasser vorsetzen und mit erhöhter Aufmerksamkeit auf drohende Anzeichen von Überhitzung achten. Diese zeigen sich u.a. so:

- Übermäßiges, schnelles Hecheln, Nervosität

- Benommenheit, Taumeln, Zusammenbrüche,

- Speicheln, Erbrechen, Durchfall.

Ob Sonnenstich, hierbei erwärmt sich das Gehirn infolge direkter Sonneneinstrahlung, oder Hitzschlag - die betroffenen Hunde müssen umgehend in schattige, kühle und gelüftete Bereiche gebracht werden. Feuchte Umschläge (oder Coolpacks) unter den Achseln und um die Beine bringen Erleichterung. "Ist der Hund nicht ansprechbar oder erholt er sich nicht binnen Minuten", so Gabi Wettläufer, " suchen Sie bitte umgehend die nächste Tierarztpraxis auf. " Hunde, die innerhalb von 90 Minuten nach einem Hitzschlag behandelt werden, haben eine höhere Überlebenschance, so die Erfahrung von Tierärzten.

Bestimmte Voraussetzungen führen dazu, dass Hunde Hitze und Schwüle sogar noch schlechter vertragen. Dazu gehören u.a.:

- Alter, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht

- dickes Fell, starke Unterwolle  (gegebenenfalls den Hund scheren lassen)

- kurznasige Rassen wie Boxer und Möpse etc. 

"Wir appellieren noch einmal an alle Hundehalter, ihre Hunde auch nicht für wenige Minuten im Auto zurückzulassen", so die Tierheimleiterin. "Dass die alte Malinoishündin überlebt hat, ist nur dem schnellen Eingreifen der Passanten und Polizei zu verdanken - doch nicht Hund wird rechtzeitig befreit. Und dann wird das Auto zur tödlichen Hitzefalle - auch unsere Hündin hätte nicht mehr viel länger ausgehalten, sie war schon dehydriert, als sie zu uns ins Tierheim kam."    

 

Tierheim Wesel appelliert an Familien

Tierheim Wesel appelliert an Familien

Verschenken Sie keine lebenden Tiere zu Ostern!

Tierheim Wesel, 26. März 2018. Mit einem dringenden Appell wendet sich das Tierheim Wesel vor Ostern an die Verbraucher: „Verschenken Sie keine lebenden Tiere zum Fest“, bittet Tierheimleiterin Gabi Wettläufer besonders Eltern und Großeltern. In vielen Familien werden Kinder und Enkelkinder noch immer mit einem kleinen Kaninchen im Osternest überrascht, obwohl die Tierheime seit Jahren beklagen, dass gerade in den Wochen nach Ostern die Zahl der abgegebenen und ausgesetzten Kleintiere massiv ansteigt.

Kaninchen stellen hohe Ansprüche an ihre Haltungsbedingungen, die ihnen die wenigsten Privathalter bieten können. Die handelsüblichen Käfige sind für die bewegungsfreudigen Tiere eine Strafe: In den flachen, kleinen und unstrukturierten Plastik- oder Holzbehausungen können sie weder ihrem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis nachkommen, noch annähernd ihren natürlichen Bedürfnissen folgen. Kaninchen brauchen Artgenossen, müssen buddeln, hoppeln, spielen und springen dürfen.

Kinder sind mit ihrer Betreuung ohne fachkundige Anleitung überfordert und verlieren schnell die Freude an ihrem scheu bleibenden „Spielgefährten“. Die Folge: Die „Osterhasen“ werden in den Keller oder in ein unzureichendes Außengehege verbannt, in dem sie einsam und zur Bewegungslosigkeit verdammt ihr trauriges Leben fristen.

Wie ein artgerechtes Umfeld für Kaninchen aussieht, können sich Besucher im Tierheim Wesel anschauen: Das mehrere Meter in die Höhe und Breite gehende Gehege bietet verschiedene Ebenen, die die Tiere über Holzbretter erreichen können. Auf allen Etagen gibt es Rückzugsmöglichkeiten, während der naturbelassene Boden zu Buddeln und Graben einlädt. Derzeit warten im Tierheim viele Kaninchen auf ein schönes Zuhause. Einige kennen die Außenhaltung, andere lebten in der Wohnung.

"Bitte kommen Sie, wenn Sie sich mit der Anschaffung von Kaninchen auseinandersetzen, zu uns ins Tierheim und informieren sich bei uns über die Voraussetzungen zu einer artgerechten Kaninchenhaltung", bittet Gabi Wettläufer. Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Wesel immer wieder ausgesetzte Kaninchen aufgefunden. Solche Vorfälle möchte das Tierheim durch ausreichende Information im Vorfeld verhindern.    

 

 

Lebensretterin auf vier Pfoten

Lebensretterin auf vier Pfoten

Tierheimhündin Uschi erkennt lebensbedrohliche Notlage ihres Besitzers

Tierheim Wesel, 26. Februar 2018. "Sie hat mir das Leben gerettet", sagt Björn Gronau. Der Weseler ist vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus gekommen und erholt sich nun zu Hause.

Was war geschehen? Björn Gronau hatte Mitte Februar früh morgens einen Herzinfarkt erlitten. Er schlug mit dem Kopf auf die Fensterbank im Badezimmer und blieb bewusstlos liegen. Die Badezimmertür war verschlossen, ebenso die Tür zum Schlafzimmer, in dem seine Lebensgefährtin noch schlief.

Während Kernterrier Leo nicht reagierte, erkannte Hündin Uschi (r. im Bild) offenbar sofort die lebensgefährliche Situation, in der sich ihr geliebtes Herrchen befand. Sie begann so  anhaltend zu bellen, bis sie Björn Gronaus Lebensgefährtin geweckt hatte. Diese rief sofort den Rettungswagen.

"Uschi hat instinktiv gespürt, dass ich ohne Eingreifen verloren gewesen wäre", so Björn Gronau. Was ihn dabei so berührt ist, dass die Mischlingshündin aus dem Tierheim Wesel von ihren früheren Besitzern schlecht behandelt wurde. Sie setzten Uschi vor einigen Jahren zur Ferienzeit im Wald aus. An einen Baum gebunden musste die Hündin tagelang auf Hilfe warten. Als Björn Gronau dann das Tierheim betrat, in dem Uschi sich gerade wieder etwas erholt hatte, sprang sie ihm direkt in die Arme. "Da war von Anfang an eine ganz tiefe Zuneigung, die sie uns entgegenbrachte", sagt der Rekonvaleszent. "Ich hoffe, dass unser Erlebnis noch mehr Menschen dazu bringt, einem Hund aus dem Tierheim ein schönes Zuhause zu schenken."

Sobald es ihm wieder richtig gut geht, wird Björn Gronau mit seiner Lebensgefährtin und den beiden Hunden Gabi Wettläufer besuchen. Ehrensache, dass das Team des Tierheims Wesel Uschi zu ihrer großartigen Tat beglückwünschen und ihr ein extra feines Häppchen zustecken wird.  

 

Drei Mal weitergereicht - dann

Drei Mal weitergereicht - dann

ausgesetzt an der Bundesstraße vor dem Tierheim

Pressemeldung

Tierheim Wesel, 22. Januar 2018. Vor zwei Tagen wurde ein alter, zitternder Jack-Russel an der Bundesstraße vor dem Tierheim ausgesetzt.

Im Tierheim wird sofort recherchiert. Der Rüde trägt einen Chip, man kontaktiert das Haustierregister Tasso und erfährt, dass Odin bis vor sechs Jahren eine Besitzerin in Duisburg hatte. Sie gab ihn dann an eine Frau in Dinslaken ab - und diese Halterin reichte ihn vor 14 Tagen angeblich wieder weiter. An die neuen Besitzer kann sie sich nicht erinnern.

Odin ist elf Jahre alt, ein ergrauter Hundesenior, der i seinem Leben offensichtlich laufend hin und hergeschoben wurde, bis seine letzten Besitzer jetzt auf besonders unfaire Weise den Schlussstrich zogen: Sie banden ihn an der Bundesstraße vor dem Tierheim fest. "Bei den meisten ausgesetzten Tieren hat man kaum Chancen, die Täter ausfindig zu machen", sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. "Doch in diesem Fall haben wir durch den Chip und die Registrierung schon wichtige Hinweise auf die über die Jahre beteiligten Kontaktpersonen erhalten."

Noch wartet das Tierheim auf die Rückmeldung der vorletzten Besitzerin in Dinslaken, die Odin nach eigener Angabe vor zwei Wochen weitergab. "Wenn wir diese Angaben zu den vermeintlich neuen Haltern im Laufe des Tages nicht bekommen, leiten wir den Fall noch heute an die Polizei", so Gabi Wettläufer. "Das Aussetzen von Tieren ist keine Kleinigkeit", betont die Tierheimleiterin. "Ein Tier auszusetzen ist nach §3 TierSchG verboten und wird als Ordnungswidrigkeit gemäß §18 Abs. 1 Nr. 4 TierSCHG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet."

Der Hundesenior ist inzwischen der dritte alte Hund, der von seinen Haltern ins Tierheim gebracht wurde. "Nicht umsonst sind unsere Auflagen für eine Vermittlung so hoch", erklärt Gabi Wettläufer. "Wer sich für einen Hund interessiert, muss mindestens fünf bis sechs Mal zu Spaziergängen ins Tierheim kommen, die gesamte Familie mitbringen und den Hund zur Probe für einen oder mehrere Tage mit nach Hause nehmen." Diese, von Besuchern oft als zu streng kritisierten, Bestimmungen sind Schutzmaßnahmen für die Tierheimhunde, die schließlich in zuverlässige Hände vermittelt werden sollen.      

"Gerade so ein trauriger Fall wie der von Odin", so die Tierheimleiterin, "zeigt, wie wichtig eine verantwortungsvolle Vermittlung ist." Damit sich die künftigen Hundehalter nicht in Kürze wieder von ihrem Tier trennen, müssen alle Aspekte der Hundehaltung in ausführlichen Gesprächen abgeklärt werden. Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des Hundes einverstanden, passt das Tier mit seinen Ansprüchen an Bewegung, Beschäftigung in die Familie, kann der Hund alleine bleiben und wie groß ist die Bereitschaft, das Tier auch bis ins hohe Alter zu versorgen?

Das Tierheim Wesel nimmt Hinweise zu Odin gerne entgegen und freut sich über  Unterstützung seiner Tierschutzarbeit. Infos unter www.bv-tierschutz.de und www.tierheim-wesel.de.    

 





An der Lackfabrik 4     46485 Wesel     Telefon: 0281-56699     info@tierheim-wesel.de

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