Baby und Haustier

Oftmals erleben wir, dass Tiere ins Tierheim abgegeben werden, wenn ein Baby kommt. Das muss nicht sein. Mit Umsicht und Geduld lässt sich ein harmonisches Miteinander von Kind und Hund erzielen. Gegen ein Zusammenleben von Hund und Co. mit Baby ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt, die Tiere sind nicht verhaltensauffällig.

Was Tierfreunde schon lange wissen, ist auch wissenschaftlich erwiesen: Haustiere sind für Kinder gut.

Täglich werden Babys in Haushalte mit Tieren geboren und wachsen ganz natürlich mit ihnen auf. Tiere um sich zu haben, macht Freude und bereichert unseren Alltag. Bereits in vergangenen Ausgaben unserer Zeitschrift haben wir über den positiven Aspekt für heranwachsende Kinder im Umgang mit Tieren berichtet. Das Heranführen an die Verantwortlichkeit zu unserem Mitgeschöpf ist für die Entwicklung eines Kindes äußerst positiv zu werten.

Durch ein Haustier hat ein Kind ein Familienmitglied mehr, dem es seine Liebe schenken kann und von dem uneingeschränkte Liebe zurückkommt. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Tiere andere Bedürfnisse haben als Menschen. Die Verhaltensweisen und auch die Interessen des Tieres sollten die Menschen, die das Tier in ihrer Gemeinschaft haben, wahren und respektieren. Es obliegt den Eltern, dieses ihren Kindern zu übermitteln. Dass viele Menschen den Umgang mit Tieren aus hygienischen Gründen meiden, ist bekannt. Aber sind "Tierbazillen" tatsächlich gefährlicher als "Menschenkeime"?

Unsere Haustiere, die ja in der gleichen Umgebung wie wir Menschen leben, sind gleichen Krankheitserregern ausgesetzt und können auch daran erkranken. Es gibt Keime, an denen nur unsere Vierbeiner erkranken, das heißt, der Hund erkrankt nicht an Mumps, der Mensch nicht an Katzenseuche oder Staupe. Die bekannten Tierkrankheiten wie Katzenseuche oder -schnupfen, FIP, Parvovirose, Leukose, Staupe etc. sind nur für Katzen und Hunde gefährlich, ja sogar lebensbedrohlich. Die Tiere sollten deshalb unbedingt dagegen geimpft werden.

Wahren wir einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Haustieren, wird die Weitergabe von Keimen und Parasiten, die auf den Menschen übertragbar sind, unterbunden. Das bedeutet unter anderem: Schmusen und Streicheln sind kein Problem. Das Ablecken des Ge- sichts oder auch das Belecken von offenen Wunden sollte man vermeiden; hier werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht.

Bereits wenige alltägliche Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. das regelmäßige Händewaschen, reduzieren Gefahren und Risiken im Zusammenleben von Tier und Mensch. Dies wird auch von Ärzten, die sich intensiv mit dem Thema "Tiere und Krankheiten" beschäftigt haben, bestätigt. Regelmäßige Wurmkuren, Impfungen und auch einmal ein Gesundheitscheck beim Tierarzt tragen mit dazu bei, dass das Tier gesund bleibt; eine infektiöse Gefahr ist nahezu ausgeschlossen.

Bereits im Mutterleib entwickelt das Baby entscheidende Abwehrkräfte gegen die Bakterien des Haushaltes, wie Experten bestätigen. Die Antikörper in der Muttermilch verstärken das noch. Die Gefahr, dass ein Baby oder Kind später allergisch auf Haustiere reagiert, erscheint relativ gering.

Wie das Verhältnis des Tieres zum "Neuankömmling" sein wird, kann nicht generell vorhergesagt werden. Es hat sich als positiv erwiesen, wenn der Vater von seinen Krankenhausbesuchen einmal eine Windel des Neuge-borenen zum Schnuppern mit nach Hause bringt. Vielleicht auch das eine oder andere Bekleidungsstück. Kommt das Baby dann nach Hause, ist der Geruch dem Haustier schon bekannt.

Trotzdem: Vorsicht ist geboten. Denn es kann sich bei dem Haustier ein Gefühl der Eifersucht entwickeln, so dass es gegen das Kind aggressiv werden könnte. Im Notfall zieht dann das Tier den Kürzeren und muss die Familie verlassen. Um dies zu vermeiden, ist eine sensible Vorbereitung auf die neue Situation sehr wichtig.

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