Katze

Kastration von Katzen - Ein aktiver Beitrag zum Tierschutz

Endlich ist er da, der lang ersehnte Frühling. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen lebt die Seele von Mensch und Tier auf. Stimuliert durch die langen Sonnnentage beginnt bei nicht kastrierten Katzen die Hochphase der sexuellen Aktivität – mit den bekannten Folgen. Eine Vielzahl von Katzenwelpen wird geboren, für die sich niemand zuständig fühlt. Ohne menschliche Fürsorge verelenden die Tiere schnell. Sie leiden an Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen, haben Parasiten und sind chronisch unterernährt. Wegen des fehlenden Sozialkontaktes zum Menschen, insbesondere in der Prägungsphase der ersten Lebenswochen, bleiben die Tiere den Menschen gegenüber äußerst scheu und sind daher auch kaum in menschliche Obhut zu vermitteln. Eine Spirale des Elends, die nur durch die konsequente Kastration von Freigängerkatzen und wild lebenden Tieren durchbrochen werden kann.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ appelliert darum dringend an das Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter, Freigängerkatzen kastrieren zu lassen und Tierschutzvereine und Katzenschutzinitiativen bei der Durchführung von Kastrationsaktionen finanziell zu unterstützen.

 

Neben der Tatsache, dass kastrierte Tiere keinen Nachwuchs mehr bekommen, bringt die Kastration auch weitere Vorteile mit sich bringt. Da die Tiere nicht mehr den Drang haben, auf der Suche nach einem Partner weite Strecken zurückzulegen, reduziert sich die Gefahr, überfahren zu werden und es kommt seltener zu Verletzungen durch Revierstreitigkeiten. Außerdem entfällt, wenn frühzeitig kastriert wird, bei Katern meist das „anrüchige“ Markieren, und bei weiblichen Tieren sinkt das Risiko von Gesäugetumoren oder einer Gebärmuttervereiterung.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ setzt sich seit Jahren für eine Kastrationspflicht von Freigängerkatzen ein. Ein gutes Beispiel ist hier das sogenannte „Paderborner Modell“: Als erste deutsche Kommune verabschiedete die Stadt Paderborn 2008 eine ordnungsbehördliche Verordnung, die Halter von Freigänger-Katzen und Menschen, die verwilderte Katzen regelmäßig füttern, zur Kastration und Kennzeichnung der Tiere verpflichtet. Weitere Kommunen sind zwischenzeitlich diesem positiven Beispiel gefolgt.

Katzenpopulation

Die Katze ist das beliebteste und zahlenmäßig am stärksten vertretene Haustier Deutschlands. Bis zu 7,5 Mio. leben in menschlicher Obhut.

Zwar wird die heutige Hauskatze oft als Einzelgänger bezeichnet, es lässt sich aber an den wilden Vorfahren und freilebenden Hauskatzen sehr gut beobachten, dass sich auch der vermeintliche Einzelgänger oftmals mit Artgenossen zu Gruppen zusammenschließt.

Die artgerechteste Katzenhaltung kann dort erfolgen, wo aufgrund des Wohngebietes und der verkehrsberuhigten Umgebung Freigang möglich ist. Doch auch in reiner Wohnungshaltung können Katzen ein glückliches Leben führen, wenn sie die Möglichkeit haben, ihre typischen Verhaltensweisen (jagen, klettern, kratzen, usw.) spielerisch auszuüben. Auch wenn Katzen sich gut und lange mit sich selbst beschäftigen können, so ist für den Fall, dass das Tier viel allein ist, ein Artgenosse unentbehrlich.

Ein großes Problem des Tierschutzes stellt die unkontrollierte Katzenvermehrung dar. Gerade in ländlichen Gegenden ist Kastration leider keine Selbstverständlichkeit, so dass insbesondere im Frühjahr und im Herbst die Tierheime mit Katzenwelpen überschwemmt werden.

Die Empfängnisbereitschaft einer Katze kündigt sich mit der Rolligkeit an, die etwa 4 Tage andauert. Durch ausdauerndes Geschrei, Unsauberkeit und deutliches Animierverhalten signalisieren die Katzen den Katern ihre Paarungsbereitschaft. Katzen mit Freigang finden immer Kater. Nach ca. 60 Tagen kommen die Jungen zur Welt und bereits 2 Wochen nach der Geburt können Mutterkatzen wieder trächtig werden. Bei reinen Wohnungskatzen - ohne Kater - wiederholt sich die Rolligkeit manchmal alle 10 Tage. Das ist Qual und Pein für Mensch und Tier.

 Lassen Sie daher Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren. Sie erleichtern nicht nur Ihrem Tier und sich das Leben, sondern leisten gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Bekämpfung des Katzenelends.

Geschlechtsreife Kater führen ein unstetes Leben. Besonders im Frühjahr und Herbst durchstreifen Freigänger ihre Reviere auf der Suche nach einem rolligen Weibchen. Gerade in dieser Zeit sind Kater wegen des Autoverkehrs besonders gefährdet. Die Grenzen ihrer Reviere, und oft auch ihr Zuhause, markieren sie durch ein übel riechendes Sekret, das mit dem Urin verspritzt wird.

Nimmt man an, ein Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs und jeweils 2,8 Kätzchen pro Wurf überleben, dann ergibt das nach 10 Jahren über 80 Millionen Katzen!

Wie "Hund und Katze" – und doch ist Freundschaft möglich!

Das Vorurteil von der Feindschaft zwischen Hund und Katze ist immer wieder Thema in allen Medien. Jüngstes Beispiel: der Kinofilm „Cats & Dogs“, in dem eine Perserkatze alle Hunde als Konkurrenten um die Gunst der Menschen ausschalten will. Doch Hund und Katze können durchaus friedlich zusammenleben. Unter günstigen Umständen können diese Tiere sogar dicke Freunde werden. Es kann jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen Laut- und Körpersprache zwischen diesen beiden Tierarten zu Missverständnissen kommen. So zeigt ein Hund z. B. seine Freude durch Schwanzwedeln an – wedelt hingegen eine Katze mit dem Schwanz ist dies ein Zeichen für ihre innere Anspannung. Und schnurrt die Samtpfote vor Wonne, könnte der Hund dies als bedrohliches Knurren auffassen. Am schnellsten erfassen Jungtiere die „Fremdsprache“ des anderen Wesens. Doch auch ältere Tiere können die Verständigung miteinander lernen, es dauert nur etwas länger. Zur Sicherheit sollte man in Erfahrung bringen, welche Erfahrungen Hund und Katze mit Begegnungen der anderen Art bisher gemacht haben. Bevor die Tiere sich leibhaftig kennen lernen ist es ratsam, sie erst einmal mit dem Geruch des fremden Vierbeiners vertraut zu machen. Dazu reibt man die Tiere mit einem Tuch ab und lässt das jeweils andere daran schnuppern. Ein paar Streicheleinheiten und Leckerbissen parallel zur Geruchsprobe wecken positive Gefühle bei den Partnern in spe. Zu Beginn der Hund-Katze WG sollten die Tiere nur in Anwesenheit eines Menschen zusammentreffen.



Während der Hund dabei angeleint sein sollte, muss der Katze immer die Möglichkeit zum Rückzug gegeben werden. Je gelassener der Mensch bei diesen Zusammenkünften ist, desto ruhiger werden auch die Vierbeiner aufeinander reagieren. Getrennte Aufenthaltsräume gewährleisten, dass sich Hund und Katze in der Phase des Kennenlernens auch einmal entspannen können. Auch nach der erfolgreichen Gewöhnung funktioniert die Hund-Katze WG besser, wenn die Katze sich hin und wieder vom Hund zurückziehen kann. Neben einem für den Hund unzugänglichen möglichst erhöhten Ruheplatz legt sie auf ein verschwiegenes Örtchen und ungestörte Mahlzeiten besonders großen Wert.

Tierhaltung nicht per se verboten BGH entscheidet pro Hund und Katz

20. März 2013: Hunde und Katzen in Mietwohnungen dürfen nicht generell durch den Vermieter verboten werden. Entsprechende Klauseln in Mietverträgen stellen eine unangemessene Benachteiligung der Mieter dar und sind deshalb unwirksam, entscheidet der Bundesgerichtshof. Erforderlich ist demnach vielmehr eine Abwägung der Interessen im Einzelfall.

 

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) können Vermieter die Tierhaltung nur noch nach einer individuellen Einzelfallprüfung verbieten - und auch nur dann, wenn die "Störfaktoren" überwiegen (Az.: VIII ZR 168/12). Pauschale Verbotsklauseln in einem Mietvertrag sind demnach unwirksam, wie der BGH mitteilt.

 

In dem verhandelten Fall mietete ein Mann eine Wohnung einer Wohnungsbaugenossenschaft in Gelsenkirchen. Im Mietvertrag war - wie bei dem Vermieter üblich - als "zusätzliche Vereinbarung" enthalten, dass das Mitglied verpflichtet sei, "keine Hunde und Katzen zu halten."

 

Dennoch zog der Mann mit seiner Familie und einem Mischlingshund mit einer Schulterhöhe von etwa 20 Zentimetern in die Wohnung ein. Die Genossenschaft forderte ihn daraufhin auf, das Tier binnen vier Wochen abzuschaffen. Der Hundebesitzer kam dieser Aufforderung nicht nach. Hierauf erhob der Vermieter Klage auf Entfernung des Hundes aus der Wohnung und auf Unterlassung der Hundehaltung. Das Amtsgericht hatte der Klage stattgegeben. Auf die Berufung des Mannes hatte das Landgericht das erstinstanzliche Urteil geändert und die Klage abgewiesen.

 

Die vom Berufungsgericht zugelassene Revision des Vermieters hatte keinen Erfolg. Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass eine Allgemeine Geschäftsbedingung des Vermieters, welche die Haltung von Hunden und Katzen in der Mietwohnung generell untersagt, gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam ist.

 

Ob eine Tierhaltung zum vertragsgemäßen Gebrauch im Sinne dieser Vorschrift gehört, erfordert eine umfassende Interessenabwägung im Einzelfall. Eine generelle Verbotsklausel würde - in Widerspruch dazu - eine Tierhaltung auch in den Fällen ausschließen, in denen eine solche Abwägung eindeutig zugunsten des Mieters ausfiele, befanden die Richter.

 

Die Unwirksamkeit der Klausel führt allerdings nicht dazu, dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann, so der BGH. Sie hat vielmehr zur Folge, dass die nach § 535 Abs. 1 BGB gebotene umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen muss. Im vorliegenden Fall hat das Berufungsgericht eine Zustimmungspflicht des Vermieters zur Hundehaltung ausdrücklich bejaht.

 

Quelle: n-tv.de , awi

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